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Abstimmung Kanton Schaffhausen Schaffhausen entscheidet über das Hallensport-Zentrum der Zukunft

Die Schaffhauser BBC-Arena soll massiv ausgebaut werden. Neue Hallen und Infrastruktur kommen am 14. Juni an die Urne.

Die Pläne von Giorgio Behr, Präsident des Handballvereins Kadetten Schaffhausen, sind ehrgeizig: Die BBC-Arena, in der nicht nur der Handball-Serienmeister, sondern auch die Volleyballerinnen vom VC Kanti Schaffhausen ihre Heimspiele und Trainingseinheiten absolvieren, soll massiv erweitert werden.

Geplant sind neue Trainingshallen, eine unterirdische Leichtathletik-Laufbahn und zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten. Über die Umsetzung entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Kanton Schaffhausen am 14. Juni.

Eine Erweiterung für den Breitensport

Obwohl die BBC-Arena von vielen Spitzenmannschaften belegt wird, soll das neue Hallensportzentrum primär Hobbysportlerinnen und Hobbysportlern zugutekommen. «Die BBC-Arena wird heute schon zu 90 Prozent durch den Jugend- und Breitensport genutzt», betont Giorgio Behr. Die Nachfrage nach Hallenräumen übersteige das Angebot aber bei Weitem. 

Indoor-Handballspiel mit Zuschauern in der BBC Arena.
Legende: Schon heute ist die BBC-Arena gut genutzt – von Profisportlerinnen und Profisportlern wie auch von Breitensportvereinen. SRF

Der Ausbau der BBC-Arena soll den Platzmangel nun entschärfen und Platz schaffen für die unterschiedlichsten Sportarten – von Basketball über Unihockey bis hin zu Tischtennis. Auch die Schaffhauser Rollstuhlsportlerinnen und -sportler müssten nicht mehr nach Winterthur ausweichen. 

Wir gehen davon aus, dass wir neu 15 bis 20 verschiedene Sportarten abdecken könnten.
Autor: Giorgio Behr Präsident Kadetten Schaffhausen

«Wir gehen davon aus, dass wir neu 15 bis 20 verschiedene Sportarten abdecken könnten», sagt Behr. Hinzu komme der Schulsport, der ebenfalls Hallenzeit erhalten soll. 

Hallensportvoraussetzungen der Superlative

Im Norden der Stadt Schaffhausen soll am Schluss eines der grössten Hallensportzentren der Schweiz entstehen. Vorgesehen sind zwei zusätzliche Trainingshallen und eine unterirdische Leichtathletik-Sprintbahn mit Sandgrube für Weitsprung.

Für Sportlerinnen, Trainer und Betreuer sind zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geplant. Der bestehende Campus mit Zwei- und Vierbettzimmern soll kräftig ausgebaut werden. Geplant sind neu 64 Zimmer, das sind doppelt so viele wie heute. 

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 40 Millionen Franken, wobei der Hauptteil durch Stiftungen getragen würden. Sofern das Stimmvolk einverstanden ist, wollen Stadt und Kanton das Projekt mit je rund sechs Millionen unterstützen. Die Stadt würde sich zudem an den Mietkosten der städtischen Sportvereine beteiligen – jedes Jahr mit rund 300'000 Franken.

Kritik am Projekt gibt es kaum

Opposition gegen die Pläne gibt es keine. Alles andere als ein deutliches Ja bei der Volksabstimmung am 14. Juni käme einer Überraschung gleich. Bei der Behandlung im Stadtparlament forderten einzig die Grünen, dass möglichst wenig Boden versiegelt und genügend Veloständer gebaut würden.

Aber: Auch die Linkspartei stellte sich klar hinter das Projekt. Stadt- und Kantonsparlament haben die Vorlage ohne Gegenstimme bewilligt. Der Baustart ist für das nächste Jahr vorgesehen, sollte das Volk die Vorlage absegnen.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 11.05.2026, 17:30 Uhr ; 

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