- Zwei flanierfreudige Pfauen sind nach einem mehrtägigen Rundgang durch die Kleinbasler Quartiere wieder daheim im Tierpark Lange Erlen.
- Die Tiere wurden am Montag eingefangen und zurückgebracht, wie der Erlenverein bestätigte.
- Die Kantonspolizei erhielt in den letzten Tagen unzählige Anrufe von besorgten Passantinnen und Passanten, die zu ihrer Überraschung mitten in der Stadt den beiden Ziervögeln begegnet waren.
Der Betriebsleiter des Tierpark Lange Erlen sagte gegenüber dem SRF-Regionaljournal, dass die beiden Pfauen Anfang April nach einer längeren Vogelgrippe-Quarantäne ausgebrochen seien.
«Wir mussten die Vögel im Februar und März wegen der Vogelgrippe einsperren. Am 1. April durften wir die Tiere dann zum ersten Mal wieder frei im Park herumlaufen lassen», erklärte Ueli Käser, Betriebsleiter des Tierparks.
Warum sie in die Stadt gingen, wissen wir nicht. Wir können sie ja nicht fragen.
«Sie haben diese wiedergewonnene Freiheit wohl sehr genossen. Warum sie aber ausgerechnet in die Stadt gingen, wissen wir nicht. Wir können sie ja nicht fragen», meinte Käser schmunzelnd.
Aussergewöhnlich sei, dass sich die Tiere diesmal über längere Zeit vom Tierpark entfernt hätten, sagte der Betriebsleiter weiter.
Die beiden Pfauenmännchen hatten in Basel für Entzückung in der Bevölkerung und für heisse Telefonleitungen bei der Basler Polizei gesorgt. Die Polizei beschwichtigte am Freitag auf ihrem Whatsapp-Kanal, dass es den Pfauen gut gehe und es sich nicht um einen Notfall handle.
Auf den sozialen Medien machten Bilder der beiden Pfauen die Runde. Ein Post mit einem Video der beiden in der Clarastrasse sorgte für lustige Kommentare und Reaktionen. «Just a normal day in Basel» hiess es unter einem Instagram-Post, oder «Laufsteg in Basel mal völlig anders! Elegant!! Wunderschön!»
Sorgen, dass die Tiere für immer das Weite suchen und nicht mehr zurückkommen würden, hatte man sich beim Tierpark nicht gemacht. «Sie sind sehr treu und kehren normalerweise nach ihren Ausflügen jeweils zurück.»
Dass Pfauen das Weite suchen, ist keine Seltenheit. So hielt letzten Sommer Pfau «Caruso» Bevölkerung und Behörden im Kanton Appenzell Ausserrhoden auf Trab. Der Pfau lebte mit seiner Partnerin auf einem Hof in Haslen und ergriff während des 1.-August-Feuerwerks die Flucht. «Caruso» konnte erst nach zwei Wochen wieder eingefangen werden, wie die «Appenzeller Zeitung» berichtete. Zur Strafe erhielt der Pfau 24 Stunden Hausarrest.