- Laut einer Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis wurden die Ermittlungen zum Brand in der Silvesternacht auf zwei weitere Personen ausgeweitet.
- Es handelt sich um den aktuellen Leiter des Sicherheitsdienstes der Gemeinde Crans-Montana sowie den ehemaligen Sicherheitsbeauftragten und Leiter des Sicherheitsdienstes.
Die beiden Personen wurden kürzlich als Beschuldigte einvernommen. Die Einvernahmen wurden nach zwölf Stunden unterbrochen und werden zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt.
Der ehemalige Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde war für die Sicherheits- und Brandschutzkontrollen zuständig, die im Januar 2018 und im Juni 2019 in der Bar «Le Constellation» durchgeführt wurden. Zweimal wurden seine Empfehlungen vom Geschäftsführer und Eigentümer nicht berücksichtigt.
Ausserdem muss der Mann erklären, warum die Bar seit Mitte 2019 nicht mehr kontrolliert wurde. Er hat seine Stelle Anfang 2024 aufgegeben.
Moralische Verantwortung
Am vergangenen Freitag war der aktuelle Sicherheitschef der Gemeinde einvernommen worden, ebenfalls als Beschuldigter. Der Mann ist seit Mai 2024 im Walliser Ferienort im Amt.
Laut Informationen des Westschweizer Radio und Fernsehens RTS gab der Mann zu, «2017 den eidgenössischen Fachausweis für Brandschutz nicht erhalten zu haben». Er gab jedoch an, im Jahr 2023 den eidgenössischen Fachausweis als Spezialist für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz erhalten zu haben.
Der aktuelle Sicherheitsverantwortliche räumte auch eine moralische Verantwortung gegenüber den Opfern der Tragödie ein, die in der Silvesternacht 41 Tote und 115 Verletzte gefordert hat.