Was ist passiert: Gegen 18.25 Uhr wurde die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei über einen Brand in einem Postauto in Kerzers an der Murtenstrasse informiert. Der Bus sei von Düdingen nach Kerzers unterwegs gewesen. Die Rettungskräfte, die zum Einsatzort eilten, stellten fest, dass das Fahrzeug vollständig in Flammen stand. Die Feuerwehr führte Rettungs- und Löscharbeiten durch. Ein Sicherheitsbereich wurde eingerichtet.
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Was sagt die Polizei: Möglicherweise wurde das Feuer vorsätzlich gelegt, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Die Ermittlungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet und leitet die Ermittlungen. Zur Ursache des Brandes sagt Christa Bielmann, Sprecherin der Freiburger Kantonspolizei, gegenüber SRF: «Es kursiert eine Information, dass eine Person brennbare Flüssigkeit über sich geschüttet hat im Bus und dass dies den Brand ausgelöst hat. Aber das ist Teil der laufenden Ermittlungen und wird abgeklärt.» Die Polizei hat einen Aufruf an mögliche Zeugen gemacht. Für die Angehörigen hat die Polizei eine Hotline installiert unter der Nummer 0800 261 700.
Wie viele Personen sind betroffen: Mindestens sechs Menschen sind ums Leben gekommen. Vier weitere Passagiere wurden verletzt, wie die Freiburger Polizei an einer Medienkonferenz mitteilte. Die Polizei meldete einen fünften Verletzten, einen Rettungssanitäter. Drei der Verletzten befinden sich in einem kritischen Zustand, eine Person wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Die Identität der Verletzten sei geklärt. Die Identifikation der Toten steht nach Polizeiangaben noch aus. Zur Anzahl der Passagiere im Postauto konnte die Polizei noch keine Angaben machen.
Was sagt der Bundespräsident: Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin auf der Onlineplattform X.
Was sagt die Post: Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt. «Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung. Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei.