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Drehrestaurant verschwindet Stanserhorn plant neues Bergrestaurant für 34 Millionen

  • Die Verantwortlichen der Stanserhorn Bahn AG planen einen Neubau auf 1898 Meter über Meer.
  • Das Projekt beläuft sich auf 34 Millionen Franken.
  • Damit sind die Tage des 2001 eröffneten Drehrestaurants gezählt.

Vorgesehen ist ein dreistöckiger Bau aus Holz und Glas. Im Innern sollen mehrere Restaurants und Seminarräume Platz finden. Aussen sind zwei Terrassen geplant. Die Verantwortlichen wollen das neue Gebäude von 2028 bis 2030 realisieren. Für den Bau soll eine Materialseilbahn erstellt werden.

So soll das neue Bergrestaurant aussehen

«Die aktuelle Infrastruktur genügt den heutigen Bedürfnissen nicht mehr», sagt Peter Bircher, Geschäftsführer der Stanserhorn-Bahn. Seit der Eröffnung der Cabrio-Luftseilbahn im Jahr 2012 zähle das Stanserhorn rund 60 Prozent mehr Gäste. Dafür reiche das 2001 in Betrieb genommene Drehrestaurant nicht mehr aus.

War 2001 eine Attraktion: das Drehrestaurant Rondorama

Zum einen sei der Platz knapp, zum anderen bestehe die Nachfrage nach einem bedienten Restaurant – heute gibt es auf dem Stanserhorn nur ein Selbstbedienungslokal. «Die veränderten Bedürfnisse sind da und diese nehmen wir ernst», sagt Bircher.

Erste Gäste reisten 1893 auf Stanserhorn

Die touristische Geschichte des Stanserhorn reicht weit zurück: Die Obwaldner Hotelpioniere Franz Josef Bucher und Josef Durrer bauten schon 1893 eine Standseilbahn auf den Stanser Hausberg.

Nachdem das Hotel auf dem Stanserhorn 1971 abgebrannt war, wurden die beiden obersten Sektionen der Standseilbahn durch eine Luftseilbahn ersetzt. Diese verkehrt seit 2012 als Cabrio-Luftseilbahn mit offenem Oberdeck. Auf der ersten Sektion verkehrt noch immer die originale Standseilbahn.

Stanserhorn zielt auf Tagestourismus ab

Im Gegensatz beispielsweise zur Rigi oder zum Pilatus ist das Stanserhorn kein Ganzjahresbetrieb. Und das soll auch künftig so bleiben. Ein Übernachtungsangebot sei ebenfalls kein Thema. Aus Rentabilitätsgründen. «Ein Hotel in den Bergen zu betreiben ist sehr aufwendig», sagt Bircher. «Wir sind ein Ausflugsberg für Tagesgäste und wollen es bleiben.»

20 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, 80 Prozent aus der Schweiz. An diesem Mix halten wir fest.
Autor: Peter Bircher Geschäftsführer Stanserhorn-Bahn

20 Prozent der Touristinnen und Touristen sind aktuell internationale Gruppengäste, 80 Prozent kommen aus der Schweiz. «An diesem Gästemix halten wir fest», sagt Bircher. Ausländische Gruppenreisende würden für eine Grundauslastung sorgen – gerade bei Schlechtwetter. Massentourismus soll es auf dem Stanserhorn nicht geben.

Die Standseilbahn wirkt hierbei auch als Schranke, denn sie kann pro Stunde höchstens 234 Personen auf den Berg befördern. Der Neubau soll es aber ermöglichen, die Randzeiten besser auszulasten.

Regionaljournal Zentralschweiz, 10.04.2026, 17:30 Uhr ; 

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