Beim Aufbau eines Sommerlagers der Jungwacht Blauring Horw ist es am Donnerstagmittag zu einem tödlichen Unfall gekommen. Eine 19-jährige Frau ist ums Leben gekommen.
Zudem wurde ein 25-jähriger Mann verletzt und ins Spital gebracht. Er habe es aber inzwischen wieder verlassen können, wie die Jungwacht Blauring Schweiz mitteilte.
Wie genau es zum Unfall kam, blieb bislang offen. Die Staatsanwaltschaft Luzern machte auf Anfrage keine Angaben dazu. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, hiess es.
Für Mediensprecher Simon Kopp sei jetzt nicht der Zeitpunkt, um über die Verantwortlichen zu sprechen, sondern «abzuklären, wie es überhaupt zu diesem Unfall gekommen ist». Zudem gehe es jetzt darum, die Betroffenen zu betreuen.
Dem pflichtet auch der Co-Präsident von Jungwacht Blauring Schweiz, Luca Belci, bei. «Für uns ist es wichtig, dass wir da sind für die Angehörigen und die Leitenden, die vor Ort waren und diesen Unfall gestern miterleben mussten.»
Man sei tief betroffen und versuche, bei der Trauerbewältigung bestmöglich zu unterstützen. Auch ein Betreuungsteam ist zur Unterstützung der Betroffenen vor Ort.
Sommerlager abgesagt
Ab Samstag hätten 90 Teilnehmende und 30 Leiterinnen und Leiter zwei Lagerwochen gemeinsam verbringen sollen. Doch die Scharen Blauring und Jungwacht Horw haben ihr Sommerlager abgesagt, wie am Freitagnachmittag bekannt wurde. Allenfalls soll in der zweiten Woche ein Ersatzprogramm angeboten werden.
Das Leitungsteam bleibt laut der nationalen Jungwacht-Blauring-Organisation auf dem Lagerplatz, um den Vorfall zu verarbeiten und in Ruhe die angefangenen Bauten abzubauen.
«Im Moment arbeiten wir eng mit den Behörden zusammen, um herauszufinden, was tatsächlich passiert ist», sagt Co-Präsident Belci. Zu einem späteren Zeitpunkt würde man das analysieren müssen und entsprechende Schlüsse daraus ziehen.
Diese müssten in die Ausbildung und in eine Sensibilisierung einfliessen, um künftig Unfälle möglichst zu verhindern, sagt Belci. Schon heute würden die Sicherheit bei der Ausbildung und auch in der Planung von Lagern eine wichtige Rolle spielen.
Jungwacht und Blauring bieten Kindern und Jugendlichen Aktivitäten und Lager an. Sie sind zwar Teil der katholischen Kirche, doch sind gemäss ihrer Homepage Kinder und Jugendliche aller Kulturen, Religionen und Konfessionen willkommen.