Eine «Tagesschau» ganz aus Westschweizer Hand
- Donnerstag, 21. März 2013, 11:35 Uhr, aktualisiert um 20:58 Uhr
Die «Tagesschau» produziert von Romands: Die Hauptausgabe von Donnerstag ist von Journalisten von RTS un produziert worden. Die Kollegen von SRF 1 genossen im Studio Genf das gleiche Gastrecht. Von der Idee sei er von Beginn weg begeistert gewesen, sagt «Tagesschau»-Chef Urs Leuthard.
«Die Idee hatten wir letzten Herbst», sagt Urs Leuthard. Damals habe ihn Bernard Rappaz, Chefredaktor des Westschweizer Fernsehens, angefragt, ob er bei einem Redaktionsaustausch dabei wäre. Journalisten von RTS sollen eine Hauptausgabe der «Tagesschau» produzieren, ein Welscher übernimmt die Moderation. Im Gegenzug produziert eine Equipe aus dem Leutschenbach die Nachrichten von RTS.
«Ich habe keine Sekunde nachgedacht und sofort Ja gesagt. Ich fand das eine grossartige Idee», sagt Leuthard, der die «Tagesschau»-Redaktion leitet. Am Anfang der Idee stand das beidseitige Bedürfnis, mehr voneinander zu erfahren. «Wir arbeiten zwar alle bei der SRG, doch wissen wir sehr wenig voneinander.»
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Public Viewing in der News-Lounge von SRF: Nach getaner Arbeit schauen sich die Journalisten von RTS und SRF gemeinsam die Sendung an. srf
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Auch in der Regie des «Tagesschau»-Studios standen und sassen deutlich mehr Leute als normal während der Sendung. srf
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Bald gilt's ernst für RTS-Mann Olivier Dominik. Doch bevor er die Hauptausgabe der «Tagesschau» moderiert, wird noch einmal geprobt. srf
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Teamwork auf auf dem Schnittplatz: Der Westschweizer Produzent (r.) nimmt den Beitrag seines Journalisten (2. v. l.) ab. Hilfestellung kommt von «Tagesschau»-Moderator Mario Grossniklaus (2. v. r) und dem Video-Cutter (l.) srf
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«Tagesschau»-Moderatorin Cornelia Bösch hilft ihrem Kollegen Olivier Dominik von «Le journal» beim Vorbereiten seiner Sendung. srf
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Urs Gredig bereitet sich seinerseits bereits im Studio von «Le journal» auf seine Sendung vor. rts
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Moderiert wird die «Tagesschau» für einmal von Olivier Dominik. Bei RTS un wird Urs Gredig vor der Kamera stehen. srf/oscar alessio
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Teamwork auch bei den Redaktoren: Ein Deutschschweizer Journalist hilft seiner Kollegin aus der Romandie. srf
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Gedränge bei der morgendlichen Redaktionssitzung der «Tagesschau»: Alle Beiträge werden von Westschweizer Journalisten produziert. Unterstützt werden sie dabei von Deutschschweizer Kollegen, die die Abläufe und Systeme bei SRF 1 kennen. Zudem begleitet ein Kameramann die Redaktion für ein Making-of. srf
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Bei der Redaktion von «Le journal» sind im Austausch heute Journalisten der «Tagesschau» in der Verantwortung. rts
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Verantwortlich für die «Tagesschau» der Westschweizer Journalisten ist Produzent Jérôme Hugentobler (blickt zur Kamera). srf
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Die Kollegen aus der Romandie produzieren auch ein Making-of der «Tagesschau». Verantwortlich dafür sind Amélie Boguet (l.) und Stéphane Kleeb (r.). srf
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Bei der Begrüssung der Welschen Kollegen war am Mittwoch auch SRF-Chefredaktor Diego Yanez (l.) in den Redaktionbüros der «Tagesschau». srf/oscar alessio
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Zudem passe dieser Austausch bestens zum Auftrag des Bundesrats: Dieser forderte, dass die Informationssendungen der SRG mehr über die anderen Sprachregionen berichten müssen.
Leuthard erwartet vom Redaktionsaustausch, dass die Zuschauer und auch das Team der «Tagesschau» eine Ahnung erhalten, wo sich der Blick der Romands auf die Schweiz und auf die Welt unterscheidet – und wo er gleich ist. «Wir sind ja alle professionelle Journalisten, aber die Perspektive ist verschieden.» Letztlich erwarte er von der Aktion einen Brückenschlag zwischen der Deutsch- und der Westschweiz und mehr Verständnis füreinander.
Begeistert ist Leuthard von der Zusammenarbeit zwischen den Redaktionen: «Ich habe noch nie ein Projekt erlebt, das von Beginn weg von beiden Seiten mit so viel Freude und Begeisterung angegangen wurde. Ich erlebe den Austausch in jeder Beziehung als positiv.» Gleich geht es Bernard Rappaz: «Un plaisirt partagé!», schreibt der RTS-Chefredaktor auf Twitter.
Was halten Sie von der Idee des Redaktionsaustauschs? Geben Sie hier ihren Kommentar ab oder melden sich auf Twitter zu Wort mit dem Hashtag #19h30.
207 Kommentare
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Das war etwas vom Charmantesten, was ich in letzter Zeit in Sachen News gesehen habe. Der Bundeshauskommentar zur Pädophileninitiative: der Hammer... Zu wiederholen!
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Tagesschau war idealer Beginn und beide waren gut moderiert. Bitte öfters, warum nicht eine gemeinsame Nachrichtensendung pro Woche im Stil von vom SRF ,,Gli Altri-Les Autres-Die Anderen-Ils Alters" im Originalton und Untertiteln.
Marianne Maillard, Burgdorf
Montag, 25.03.2013, 21:10Das was eine supertolle Idee!! Das sollte unbedingt öfter gemacht werden. Ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens in der Romandie verbracht und wurde dort voll akzeptiert und sogar in den Gemeinderat gewählt. Im Ausland werden wir Schweizer für unsere Vielsprachigkeit bewundert. Ein Blick über den Röstigraben öffnet die Weitsicht und die Akzeptanz anderen Denkens!