Das ist passiert: Im Skigebiet von Engelberg ist eine Gondel abgestürzt. Beim Seilbahnunfall ist eine 61-jährige Frau verstorben, sie war alleine in der Gondel. Die Frau war gemäss Kantonspolizei Nidwalden in der Region wohnhaft. Gemäss den Bergbahn-Verantwortlichen sei die entsprechende Gondel auf dem technisch neusten Stand gewesen.
Der Unfall im Detail: Der Unfall hat sich demnach kurz vor 11 Uhr im Gebiet Trübsee ereignet. Eine Gondel der Anlage «Titlis Xpress» sei kurz nach der Mittelstation in Richtung Schlächtismatt abgestürzt und habe sich mehrmals überschlagen. Der Betrieb der Bahn wurde daraufhin eingestellt und die Personen in anderen Gondeln evakuiert, wie Senad Sakic, Leiter der Kriminalpolizei, sagte.
Das sagen die Betreiber: Der Betreiber der Titlis-Bergbahnen hat sich tief betroffen gezeigt. Das sei ein ausserordentliches Ereignis, das aus «heiterem Himmel» gekommen sei, sagte Geschäftsführer Norbert Patt. Die Sicherheit sei das Wichtigste einer Bergbahn, umso schwerwiegender sei der tragische Unfall, sagte Patt an der Medienkonferenz. Die Gedanken seien bei den Angehörigen des Opfers. «Wir hoffen, rasch gesicherte Fakten zu erhalten.»
100 bis 200 Personen evakuiert: Die Evakuation in den restlichen Gondeln sei mittlerweile abgeschlossen, sagte er. Es seien keine Bahngäste mehr in Gefahr. Ein Care-Team stehe im Einsatz. Insgesamt wurden zwischen 100 und 200 Menschen aus den rund 40 Gondeln in diesem Abschnitt in Sicherheit gebracht. Ob zum Zeitpunkt des Unfalls weitere Gondeln in Gefahr waren, konnte der Betreiber auf eine entsprechende Frage eines Journalisten nicht sagen.
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Bild 1 von 5. Im Skigebiet von Engelberg ist eine Gondel abgestürzt. Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 2 von 5. Dabei ist gemäss der Nidwaldner Polizei eine Person ums Leben gekommen. Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 3 von 5. Der Unfall hat sich demnach kurz vor 11 Uhr im Gebiet Trübsee ereignet. Eine Gondel der Anlage «Titlis Xpress» sei kurz nach der Mittelstation in Richtung Schlächtismatt abgestürzt und habe sich mehrmals überschlagen. Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 4 von 5. Der Betrieb der Bahn wurde daraufhin eingestellt und die Personen in anderen Gondeln evakuiert, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
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Bild 5 von 5. Auch die Verantwortlichen der Seilbahnen meldeten sich zu Wort. CEO Norbert Patt drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Bildquelle: Keystone/Urs Flüeler.
Windstarker Tag: Patt sagte, es sei ein windstarker Tag gewesen. Ab 40 Kilometern pro Stunde werde bei der Bahn ein Windalarm ausgelöst, ab 60 müsse der Betrieb eingestellt werden. Wie stark der Wind tatsächlich war und ob ein Alarm ausgelöst wurde, sei unklar, hiess es.
Technisch auf dem neusten Stand: Die Gondel wurde in den Jahren 2014 und 2015 gebaut. Die letzte Revision habe im vergangenen September stattgefunden, hiess es. Tobias Wildi, Betriebsleiter der Bahn, sagte auf Nachfrage, die Bahnen müssten einmal pro Halbjahr revidiert werden. Die Gondel stammt vom Hersteller Garaventa. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) werde entscheiden, wann die Bahn wieder in Betrieb gehen kann, so Patt. Es sei wichtig, dass der Vorfall umfassend aufgearbeitet werde. «Wir werden alle verfügbaren Kamera-Aufnahmen zur Verfügung stellen.»