- Chefökonom und Zentralsekretär Daniel Lampart kündigt seinen Abgang beim Gewerkschaftsbund an.
- «Es war eine wunderbare Zeit, in der wir einiges erreicht haben. Die Probleme bleiben aber weiterhin gross», sagte er im Interview mit «Blick».
Als Beispiele nannte er sich nicht ausreichend entwickelnde Löhne sowie die Abwertung der Lehre. Die Arbeit gehe weiter.
Man sollte den Stab aber übergeben, bevor man als Sesselkleber tituliert wird.
Lampart merkt an: «Man sollte den Stab aber übergeben, bevor man als Sesselkleber tituliert wird.» Er sei nun für das Präsidium des PK-Netzes nominiert, eines gewerkschaftlichen Vereins zur Unterstützung von Arbeitnehmervertretern in der beruflichen Vorsorge. In dieser Rolle wolle er die Mitbestimmung der Arbeitnehmenden bei der Wahl der Vorsorgelösung stärken und kritisierte: «Während der Preisüberwacher bei jeder Güselsack-Gebühr überprüft, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, wird den kommerziellen Vorsorgeanbietern nicht auf die Finger geschaut.»
Kampf gegen «10-Millionen-Initiative»
Bis zu seinem Abgang beim SGB wolle er weiter gegen Verschlechterungen für Arbeitnehmende kämpfen, etwa gegen die «10-Millionen-Initiative» der SVP. Diese würde aus seiner Sicht zu einem Bruch mit Europa sowie zu schlechteren Arbeitsbedingungen und negativen Folgen für Löhne und Renten führen.
Auch die Finanzierung der 13. AHV-Rente wird Lampart weiter beschäftigen. Es sei für ihn unverständlich, dass das Parlament noch keine Lösung gefunden habe. Falls keine zustande komme, müsse der Bund die Rente aus der Bundeskasse finanzieren. Den Vorschlag der Rechten, stattdessen das Rentenalter zu erhöhen, bezeichnete er als «sinnlose Zwängerei» und als nicht mehrheitsfähig.