- In Biberist SO ist am Dienstagmittag ein Brand in einem Fabrikgebäude ausgebrochen, wie die Kantonspolizei Solothurn sagte.
- Der Brand führte zu starker Rauchentwicklung in der Region.
- Zur Ursache des Brandes konnte die Kantonspolizei zunächst keine Auskunft geben.
- Am späteren Nachmittag gab die Polizei Entwarnung: Es bestehe keine Gefahr mehr.
Die Meldung über den Brand sei bei der Kantonspolizei um 12:38 Uhr eingegangen. Daraufhin rückte sofort eine Polizei-Patrouille aus und die Feuerwehr Biberist wurde aufgeboten, wie Kapo-Mediensprecher Bruno Gribi sagte.
Der Brandherd dürfte in einer Recyclingfabrik mit einem Batterielager sein, die im Juli 2024 in Betrieb genommen wurde. «Das ist natürlich immer sehr heikel», sagte Gibri. Man wisse nicht, welche giftigen Substanzen freigesetzt werden könnten. Dementsprechend habe man auch die umliegende Bevölkerung gewarnt. Weitere Mittel seien sofort aufgeboten worden. «Momentan ist die Feuerwehr daran, den Brand zu bekämpfen.» Zur Brandursache sei aktuell noch nichts bekannt.
Gemäss aktuellem Kenntnisstand der Kantonspolizei dürfte am Batterielager ein massiver Schaden entstanden sein. Ein Übergreifen auf das Hauptgebäude konnte jedoch weitgehend verhindert werden. Verletzt wurde gemäss bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Feuerwehrleute seien aber einer starken Belastung ausgesetzt. Der Rettungsdienst sei vorsorglich vor Ort.
Die Bevölkerung in der Region Biberist, Gerlafingen und Derendingen wurde über Alertswiss aufgefordert, die Fenster und Türen zu schliessen sowie Lüftungen abzuschalten. Der Brand führe zu einem starken, unangenehmen Geruch.
«Nachdem wir wussten, dass es sich um eine Recyclingfabrik handelt, die Batterien entsorgt, läuteten bei uns die Alarmglocken. Denn dadurch könnten auch Substanzen freigesetzt werden, die eine Gefahr für die Bevölkerung sein könnten», sagte Kapo-Sprecher Gribi. Dementsprechend gross sei auch das Aufgebot an Einsatzkräften gewesen.
Bei der Eröffnung des Batterielagers wurde auch der Brandschutz angesprochen. Jodok Reinhardt, Gründer und Geschäftsführer von Librec, sagte damals dazu: «Jede Batterie kommt in einen separaten Brandabschnitt. Sollte eine Batterie Feuer fangen, kann sich das Feuer nicht ausbreiten.»
Laut Feuerwehrinspektor Markus Grenacher handelte es sich um einen Standardeinsatz unter speziellen Vorzeichen, da es in einer Batterierecyclingfabrik brannte. «Grundsätzlich kann man solch eine Batterie gar nicht löschen. Aber man löscht und schützt die Umgebung und kontrolliert das Abbrennen.»
Rauchschwaden durch Wind verflüchtigt
Die Firma sei so konstruiert, dass einzelne Akkupakete separat gelagert werden. Ein Übergriff des Brandes auf ein anderes Paket sei fast nicht möglich. Die Hauptgefahr liege in der Entstehung von Flusssäure durch Lithium, weshalb Einsatzkräfte geschützt werden. «Das gehört aber zu einem Standardeinsatz.»
Die Bevölkerung wurde frühzeitig gewarnt, Fenster und Türen zu schliessen. Die Windrichtung spielte eine Rolle bei der Begrenzung der betroffenen Gebiete. «Geholfen hat aber sicher, dass sich die Rauchschwaden durch den Wind relativ schnell verflüchtigt haben», sagt Grenacher.