- Nach dem Umsatzrekord im Vorjahr ist die Swiss 2025 wieder in den Sinkflug übergegangen.
- Der Umsatz fiel um 2.6 Prozent auf 5.5 Milliarden Franken, wie die Airline am Freitag in einem Communiqué bekannt gab.
- Der operative Gewinn sackte auf 502.2 Millionen Franken ab. Das ist ein Minus von 26.6 Prozent.
«Hoher Wettbewerbsdruck, eine volatile Nachfrage sowie steigende Gebühren und Wartungskosten haben Spuren in unserem Ergebnis hinterlassen», erklärte Finanzchef Dennis Weber im Communiqué.
Auch das Frachtgeschäft sei hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben, da die Swiss überdurchschnittlich stark von geopolitischen Unsicherheiten betroffen gewesen sei. Auf der anderen Seite seien die tieferen Treibstoffpreise eine Entlastung gewesen und hätten das Ergebnis gestützt.
Flugzeuge am Boden
Darüber hinaus hatte die Fluggesellschaft mit Engpässen im Betrieb zu kämpfen. «Konkret fehlten der Swiss sowohl verfügbare Triebwerke als auch Crews. In der Folge standen Flugzeuge länger als geplant am Boden oder konnten nicht im vorgesehenen Umfang eingesetzt werden», hiess es. Dadurch habe die Airline das geplante Flottenwachstum nur teilweise umsetzen und die Kapazitäten nicht wie vorgesehen ausbauen können.
Besonders heftig war der Gegenwind im Schlussquartal: Der Betriebsgewinn halbierte sich auf 91.0 Millionen Franken. Derweil sank der Umsatz lediglich um 5.2 Prozent auf 1.33 Milliarden Franken.
Die Swiss soll wieder profitabel wachsen. Dafür legen wir 2026 die Grundlage.
Um den steigenden Kosten zu begegnen, hat die Swiss im Jahr 2025 strukturelle Massnahmen ergriffen. «Dazu gehört unter anderem ein unternehmensweites Kostensparprogramm», schrieb die Lufthansa-Tochter. Die Swiss wolle die Strukturen verschlanken und nachhaltig effizienter werden, erklärte Konzernchef Jens Fehlinger: «Eine Airline, die schrumpft, statt zu wachsen, verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Wir sind entschlossen, unsere Position wieder zu festigen. Unser Ziel ist klar: Die Swiss soll wieder profitabel wachsen. Dafür legen wir 2026 die Grundlage.»
Trotz aller Probleme konnte die Swiss ihre Pünktlichkeit verbessern: Sie stieg im Jahresdurchschnitt um 4.1 Prozentpunkte auf 69.3 Prozent. Damit hat die Fluggesellschaft ihr Jahresziel für die Pünktlichkeit von 70 Prozent nicht ganz geschafft. Immerhin habe sich die Flugplanstabilität um knapp einen Prozentpunkt auf 98.0 Prozent verbessert. «Diese Fortschritte sind das Resultat gezielter Massnahmen», hiess es.
Insgesamt hat die Airline im vergangenen Jahr 18.1 Millionen Passagiere befördert. Das waren 0.6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Flüge stieg ebenfalls um 0.6 Prozent auf über 143'000.