- Der Bundesrat will die Opfer von Crans-Montana und deren Angehörige direkt unterstützen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
- Demnach soll auch ein Runder Tisch unter der Leitung des Bundes eingesetzt werden.
Der Bundesrat will den Opfern von Crans-Montana rasch Hilfe leisten. Er hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement beauftragt, bis Ende des Monats ein entsprechendes Gesetz auszuarbeiten. Er beantragt dem Parlament, dieses als dringlich zu erklären.
Die Regierung beantragt der Bundesversammlung, die Debatten auf die März-Session zu setzen und das Gesetz für dringlich zu erklären, wie sie in der Mitteilung bekannt gibt.
Die Unterstützung des Bundes, deren Höhe noch nicht beziffert ist, wird die kantonalen Hilfen und Versicherungsleistungen ergänzen. Das derzeitige System stösst bei aussergewöhnlichen Ereignissen mit vielen Opfern an seine Grenzen.
Das Vermögen der Verantwortlichen und ihre Haftpflichtversicherung reichen oft nicht aus, um die Bedürfnisse der Opfer zu decken, und die Gerichtsverfahren sind langwierig. Ausserdem ist eine Ungleichbehandlung von Opfern zu befürchten, die in der Schweiz nicht versichert sind.
Runder Tisch soll Vergleichsverhandlungen unterstützen
Ein Runder Tisch unter der Leitung des Bundes soll die Opfer, ihre Angehörigen, die Versicherungen, weitere leistungspflichtige Personen und betroffene Behörden zusammenbringen, den Dialog vereinfachen und mit deren Zustimmung Vergleichsverhandlungen unterstützen. Eine Vergleichslösung könnte langwierige Gerichtsprozesse vermeiden.
Der Gemeinderat von Crans-Montana hat Anfang Februar beschlossen, für Opfer und Angehörige der Brandkatastrophe eine Million Franken zur Verfügung zu stellen. Das Geld wird einer Stiftung überwiesen, die der Kanton Wallis mit zehn Millionen Franken dotieren will.