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Nachfolge von Aline Trede Greta Gysin will Grünen-Fraktionschefin werden

Als erste Tessiner Grüne wurde sie in den Nationalrat gewählt, nun will sie die Fraktion als Präsidentin leiten: Das bestätigt Greta Gysin gegenüber SRF. Sie ist die erste offizielle Kandidatin für die Nachfolge von Aline Trede, welche in den Berner Regierungsrat gewählt wurde.

  • Vor sieben Jahren schaffte sie als erste grüne Tessinerin den Sprung in den Nationalrat – nun wäre sie bereit für den nächsten Schritt.
  • «Ja, ich kandidiere als Präsidentin der grünen Fraktion», bestätigt Nationalrätin Greta Gysin gegenüber SRF.

Als eine der Vizepräsidentinnen habe sie die Abläufe gut kennengelernt. «Zudem bin ich in der Fraktion gut integriert und kann es auch sehr gut mit Leuten aus anderen Fraktionen. Ich bringe die richtigen Werkzeuge mit.»

Keine Spitzenämter aus der Deutschschweiz?

Gysin möchte Nachfolgerin von Aline Trede werden. Die Berner Nationalrätin war parteiübergreifend bestens vernetzt und wurde kürzlich in den Berner Regierungsrat gewählt.

Da bereits Grünen-Präsidentin Lisa Mazzone aus der Romandie kommt, wären mit Greta Gysin aus dem Tessin beide Spitzenämter bei den Grünen mit Frauen besetzt, die nicht aus der Deutschschweiz kommen. Die Deutschschweiz aber ist gemessen an der Grösse der Bevölkerung der wichtigste Landesteil.

Frau vor weissem Hintergrund.
Legende: Die 42-Jährige sitzt seit Oktober 2019 für die Grünen im Nationalrat Keystone/Peter Schneider

Gysin sieht kein Problem darin: «Ich bin zweisprachig aufgewachsen und rede zudem recht gut Schweizerdeutsch. Da sollte die Kommunikation auch auf Deutsch kein Problem sein.» Die Grünen verfügten in der Deutschschweiz über bekannte Gesichter, auch im Fraktionspräsidium, ergänzt Gysin.

Fraktionspräsidentin als wichtiges Amt

Mit Gysin hat eine der Favoritinnen ihre offizielle Kandidatur bekannt gegeben. Als mindestens so aussichtsreich würden aber auch Kandidaturen der St. Galler Nationalrätin Franziska Ryser, des Freiburger Nationalrats Gerhard Andrey oder des Glarner Ständerats Mathias Zopfi gelten – von ihnen ist noch kein Entscheid bekannt.

Als mögliche Kandidatinnen werden auch die Zürcher Nationalrätin Marionna Schlatter und die Zuger Nationalrätin Manuela Weichelt gehandelt. Am 22. Mai wird die neue Person an die Fraktionsspitze gewählt.

Der neuen Präsidentin oder dem neuen Präsidenten der grünen Fraktion wird eine besonders wichtige Rolle zukommen, da Parteipräsidentin Lisa Mazzone nicht mehr Ständerätin ist und darum im Bundeshaus nicht an vorderster Front dabei ist. Die Grünen verloren bei den letzten eidgenössischen Wahlen und sind auch in den Kantonsparlamenten am Schrumpfen.

SRF 4 News, 29.04.2026, 17 Uhr; noes ; 

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