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Porträt-Gate im Regierungsrat Neukom liess sich dreimal malen – und lehnte alle Werke ab

Der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom weist drei Porträtversionen von sich zurück. Der Künstler ist düpiert.

Das hat er sich so wohl nicht ausgemalt: Der Grüne Zürcher Baudirektor Martin Neukom wollte sich für die regierungsrätliche Ahnengalerie porträtieren lassen. So, wie es Zürcher Regierungsrätinnen und -räte in ihrem Präsidialjahr zu tun pflegen. Doch keines der drei von Künstler Hans Witschi angefertigten Porträts gefiel dem Regierungsrat, wie «Blick» zuerst berichtete.

Porträts von Martin Neukom, Zürcher Baudirektor.
Legende: Martin Neukom, Zürcher Regierungspräsident von Mai 2025 bis Ende April 2026, sah sich nicht in den Bildern. Keystone/Stefan Bohrer

Der Künstler, Hans Witschi, gilt als Maler, der Menschen und Persönlichkeiten stark interpretiert. Wie es im «Blick»-Artikel heisst, wünschte sich Neukom ein «rassiges» Porträt, etwas Eigenständiges sollte es sein. Neukom wählte den Künstler dafür selbst aus. Der Auftrag für das Porträt wurde vom Kanton Zürich mit 20’000 Franken budgetiert, wie auch in früheren Jahren.

Der Künstler Hans Witschi sitzt im Rollstuhl inmitten von Porträts
Legende: Der Künstler Hans Witschi erkrankte mit neun Monaten an Kinderlähmung und begann bereits in seiner Kindheit mit Malen. Menschen malt er bewusst verfremdet und ungeschönt. Keystone/Stefan Bohrer

Witschi fertigte zunächst zwei Versionen des Porträts an. Beide fielen beim Regierungsrat durch. Er erkannte sich in den Bildern nicht wieder. Per E‑Mail einigten sich die Parteien auf einen dritten Versuch. Doch auch dieses Bild überzeugte nicht. In einer Nachricht an den Künstler schrieb Neukom, er könne sich mit der dritten Version nicht anfreunden. Er fühle sich «entstellt». Eine Wortwahl, die der im Rollstuhl sitzende Künstler als verletzend empfand.

So liessen sich andere Regierungsmitglieder porträtieren

Nun erhält Künstler Hans Witschi eine Entschädigung, auch wenn seine Arbeit nicht in der Ahnengalerie zu sehen sein wird. Die Fachstelle für Kultur bestätigte gegenüber dem «Blick», dass Witschi bezahlt werde. In welcher Höhe, sei derzeit noch offen. Die Details würden geklärt.

Das Präsidialjahr von Martin Neukom endet am 30. April somit wohl ohne Porträt. Ob und wann es noch eines gibt – auch das ist zurzeit unklar.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 16.4.2026, 17:30 Uhr ; 

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