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Referendum zum Zivildienst 57'000 Unterschriften gegen Zugangshürden für den Zivildienst

  • Ein breit aufgestelltes Komitee bekämpft die beschlossenen höheren Hürden für den Zugang zum Zivildienst.
  • Es hat in Bern rund 57'000 Unterschriften für ein Referendum eingereicht.
  • Die Verschärfung für den Zugang zum Zivildienst hat das Parlament im Herbst beschlossen.

Die Unterschriften für ein Referendum würden ein starkes Zeichen gegen die Schwächung des Zivildienstes setzen, teilte das überparteiliche Komitee mit. Angeführt wird es vom Zivildienstverband Civiva und den Jungen Grünen. Über dreissig Partnerorganisationen und Parteien unterstützen das Referendum, darunter die SP, die Grünen und die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GsoA).

Eine bürgerliche Parlamentsmehrheit hatte im Herbst höhere Hürden für den Zugang zum Zivildienst beschlossen, damit Armee und Zivilschutz mehr Personal zur Verfügung haben. Die Gegner und Gegnerinnen gehen davon aus, dass mit dieser Verschärfung das Personal für den Zivildienst um vierzig Prozent reduziert würde und damit die Institution als Ganzes gefährdet wäre. 

Zivildienst als «sinnstiftender Dienst» erhalten

Der Zivildienst solle «als sinnstiftender Dienst an der Gesellschaft» erhalten bleiben, macht das Referendumskomitee geltend. Er greife dort ein, wo bereits heute akuter Personalmangel herrsche, und unterstütze damit dort, wo die Hilfe am meisten gebraucht werde. 

Gruppe von Menschen protestiert mit Banner gegen Änderungen am Zivildienst.
Legende: Sympathisanten und Sympathisantinnen mit den gesammelten Unterschriften für ein Referendum gegen das verschärfte Zivildienstgesetz. KEYSTONE / Anthony Anex

Zivildienstleistende leisten jährlich rund zwei Millionen Einsatztage in Pflege, Sozialem, Bildung, in der Landwirtschaft, sowie im Umwelt- und Naturschutz. Das sei ein elementarer Beitrag zum gesellschaftlichen Gemeinwohl, so das Komitee. 

Die vom Parlament verabschiedete Vorlage helfe der Armee nicht, sagt die Co-Präsidentin von Civiva und Nationalrätin Priska Seiler Graf (SP/ZH): «Junge Armeeangehörige, die den Entschluss gefasst haben, in den Zivildienst zu wechseln, werden sich kaum von diesen schikanierenden Massnahmen abschrecken lassen.» Die beiden Institutionen Armee und Zivildienst dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden.

SRF 4 News, 15.1.2026, 18 Uhr ; 

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