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Schweizer Bankenplatz Schweizer Banken haben ein Image-Problem

  • Schweizer Banken geniessen weiterhin ein solides Grundvertrauen in der Bevölkerung.
  • Gleichzeitig wächst aber die Kritik am Bankenplatz Schweiz.
  • Die Wahrnehmung von übermässigem Profitstreben und mangelnder Nachhaltigkeit trübt das Image der Banken.

Noch 53 Prozent der Schweizer Bevölkerung beurteilen Banken positiv. Das zeigt die Meinungsumfrage «Bankenmonitor» der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) zum Schweizer Bankenplatz. Damit sei das Vertrauen wieder auf das Niveau von vor der Finanzkrise 2008 gesunken, wie es in der Studie heisst.

Seit 2021, als die Zustimmungswerte im Zuge des Covid-19-Kreditprogramms auf 75 Prozent hochschnellten, nimmt das Vertrauen in Banken laut der Studie schrittweise ab. «Diese Entwicklung kann darauf hindeuten, dass Banken vermehrt als unter Druck stehend wahrgenommen werden», heisst es dazu in der Studie, durchgeführt durch das Meinungs­forschungs­institut gfs.bern.

Kritik an Profitdenken und Nachhaltigkeit

Laut der Studie besteht jedoch ein stabiles Grundvertrauen in die Banken. Ihre Bedeutung für Wohlstand und Stabilität werde klar anerkannt. Dennoch kritisierten rund 75 Prozent der Befragten, dass die Finanzinstitute ihren Profit stärker gewichten als gesellschaftliche Verantwortung. Auch Assoziationen mit Geldwäscherei und Finanzskandalen blieben präsent (61 Prozent).

Umfrage «Bankenmonitor» (gfs.bern)

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Die Befragung zum «Bankenmonitor» der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) wird seit 1995 jährlich durchgeführt. Die jüngste Studie entstand nach einer Befragung zwischen dem 9. und 31. Oktober 2025 durch das Forschungsinstitut gfs.bern. Befragt wurden 1’005 Stimmberechtigte in der Schweiz, davon 696 aus der Deutschschweiz, 241 aus der Westschweiz, 69 aus dem Tessin, gewichtet nach dem demografischen Anteil jeder Sprachregion. 502 Personen wurden am Telefon befragt, 503 Personen nahmen über das Online-Panel «polittrends» von gfs.bern teil.

Zudem wird das Engagement für Nachhaltigkeit der Banken zunehmend hinterfragt: Demnach glaubt nur noch eine knappe Mehrheit von 52 Prozent, dass Banken heute nachhaltiger agieren als vor fünf Jahren – ein Rückgang um 15 Prozentpunkte seit 2022/2023.

Ein Frau steht vor einem Geldautomaten.
Legende: Ein stabiles Grundvertrauen in die Schweizer Banken besteht. Doch die Kritik am übermässigen Profitstreben wächst. Keystone / Christian Beutler

Auch mit Blick auf die Digitalisierung ist die Skepsis gestiegen. Vor allem die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) polarisiert, insbesondere bei älteren Menschen, laut der Studie. Am meisten Sorge bereiten der mögliche Verlust des persönlichen Kundenkontakts sowie Sicherheitsrisiken und Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung.

Vertrauen in eigene Bank

Im Vergleich zum Bankenwesen im Allgemeinen fällt die Bewertung der eigenen Bank bei den Befragten deutlich positiver aus. 83 Prozent zeigen sich zufrieden. Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit werden hoch eingeschätzt, während Nachhaltigkeit auch im direkten Verhältnis zur Hausbank zunehmend an Bedeutung verliert.

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SRF 4 News, 10.2.2026, 13 Uhr ; 

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