Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Anlage auf neuestem Stand Gondel stürzt in Engelberg in die Tiefe – eine Person tot

Im Skigebiet Engelberg ist eine Gondel abgestürzt. Dabei ist ein Mensch ums Leben gekommen.

Das ist passiert: Im Skigebiet von Engelberg ist eine Gondel abgestürzt. Beim Seilbahnunfall ist eine Person verstorben, sie war alleine in der Gondel. Gemäss den Bergbahn-Verantwortlichen sei die entsprechende Gondel auf dem technisch neusten Stand gewesen.

Der Unfall im Detail: Der Unfall hat sich demnach kurz vor 11 Uhr im Gebiet Trübsee ereignet. Eine Gondel der Anlage «Titlis Xpress» sei kurz nach der Mittelstation in Richtung Schlächtismatt abgestürzt und habe sich mehrmals überschlagen. Der Betrieb der Bahn wurde daraufhin eingestellt und die Personen in anderen Gondeln evakuiert, wie Senad Sakic, Leiter der Kriminalpolizei, sagte.

Das sagen die Betreiber: Der Betreiber der Titlis-Bergbahnen hat sich tief betroffen gezeigt. Das sei ein ausserordentliches Ereignis, das aus «heiterem Himmel» gekommen sei, sagte Geschäftsführer Norbert Patt. Die Sicherheit sei das Wichtigste einer Bergbahn, umso schwerwiegender sei der tragische Unfall, sagte Patt an der Medienkonferenz. Die Gedanken seien bei den Angehörigen des Opfers. «Wir hoffen, rasch gesicherte Fakten zu erhalten.»

Deshalb ermittelt Nidwaldner Polizei

Box aufklappen Box zuklappen

Engelberg gehört zum Kanton Obwalden. Der Absturz ereignete sich aber auf Nidwaldner Kantonsgebiet, deshalb ermittelt die Nidwaldner Polizei. 

Die Verbindung Xpress Trübsee-Stand bringt Gäste zu Skipisten auf eine Höhe von rund 2400 Metern. Die Bahn ist knapp 1900 Meter lang. Das Skigebiet Engelberg liegt südlich des Vierwaldstättersees auf knapp 3000 Metern. Die Talstation Engelberg liegt auf gut 1000 Metern.

100 bis 200 Personen evakuiert: Die Evakuation in den restlichen Gondeln sei mittlerweile abgeschlossen, sagte er. Es seien keine Bahngäste mehr in Gefahr. Ein Care-Team stehe im Einsatz. Insgesamt wurden zwischen 100 und 200 Menschen aus den rund 40 Gondeln in diesem Abschnitt in Sicherheit gebracht. Ob zum Zeitpunkt des Unfalls weitere Gondeln in Gefahr waren, konnte der Betreiber auf eine entsprechende Frage eines Journalisten nicht sagen.

Windstarker Tag: Patt sagte, es sei ein windstarker Tag gewesen. Ab 40 Kilometern pro Stunde werde bei der Bahn ein Windalarm ausgelöst, ab 60 müsse der Betrieb eingestellt werden. Wie stark der Wind tatsächlich war und ob ein Alarm ausgelöst wurde, sei unklar, hiess es.

Technisch auf dem neusten Stand: Die Gondel wurde in den Jahren 2014 und 2015 gebaut. Die letzte Revision habe im vergangenen September stattgefunden, hiess es. Tobias Wildi, Betriebsleiter der Bahn, sagte auf Nachfrage, die Bahnen müssten einmal pro Halbjahr revidiert werden. Die Gondel stammt vom Hersteller Garaventa. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) werde entscheiden, wann die Bahn wieder in Betrieb gehen kann, so Patt. Es sei wichtig, dass der Vorfall umfassend aufgearbeitet werde. «Wir werden alle verfügbaren Kamera-Aufnahmen zur Verfügung stellen.»

Regionaljournal Zentralschweiz, 18.3.2026, 12:03 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel