- Die Grünen verzichten auf ein Referendum gegen das Sparpaket des Bundes.
- Die Drohung eines Referendums habe bereits Wirkung gezeigt, sagte Grünen-Präsidentin Lisa Mazzone an einer Medienkonferenz.
- Die Sparpläne werden derzeit im Parlament diskutiert.
Beim Klima, einem von Sparanträgen des Bundesrates stark betroffenen Bereich, habe das Parlament den Kurs korrigiert, sagte Mazzone. Das Sparpaket werde voraussichtlich weniger drastisch ausfallen als ursprünglich vom Bundesrat vorgesehen.
Grüne: Entscheidung unabhängig von SP getroffen
Dennoch bleiben die Grünen besorgt wegen Kürzungen wie jenen bei der internationalen Zusammenarbeit. «Leider können diese Kürzungen aber nicht dem Referendum unterstellt werden», sagte Mazzone. Deshalb verzichte die Partei nun darauf, Unterschriften zu sammeln.
Die Zurückhaltung der Sozialdemokraten, ein Referendum zu unterstützen, habe die Entscheidung der Grünen nicht beeinflusst. Der Fokus liege darauf, Diskussionen dort zu führen, wo sie möglich seien. Das Entlastungspaket soll in der laufenden Session bereinigt werden. In den bisherigen Debatten verkleinerten es die Räte allerdings wesentlich.
Was macht die SP?
Von einem Referendum hatte zunächst auch die SP gesprochen. Zuletzt äusserte sich SP-Co-Parteipräsident Cédric Wermuth allerdings zurückhaltend zu der Frage.
Die SP will laut ihren Angaben eine Woche nach der Frühjahrssession definitiv entscheiden, ob sie ein Referendum ergreifen will.