- Die Armee hat für alle 238 im Einsatz stehenden Schützenpanzer M113 ein Fahrverbot verhängt.
- Der Grund sind technische Mängel am Seitenantrieb, die zum Verlust der Lenk- und Bremsfähigkeit führen können.
- Der Chef der Logistikbasis der Armee, Divisionär Rolf Siegenthaler, habe das sofortige Fahrverbot verfügt, teilte die Armee mit.
Es gilt bis zur Behebung der Mängel. Entdeckt wurden die Probleme bei Instandhaltungsarbeiten. Dabei wurden Metallteile im Öl festgestellt. Als Ursache wird ein fehlerhaftes Zylinderrollenlager vermutet, das bei der letzten Revision verbaut wurde, wie die Armee weiter mitteilte.
Die betroffenen Fahrzeuge sind teils über fünfzig Jahre alt. Ihre Ablösung ist in verschiedenen Rüstungsprogrammen geplant.
Es ist bereits das zweite Mal, dass die M113-Flotte stillgelegt wird. Im Dezember 2023 wurde wegen eines Mangels an der Antriebswelle ein Fahrverbot erlassen.
Im Februar des vergangenen Jahres sagte Divisionär Siegenthaler in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung», die Hälfte der 248 Schützenpanzer fahre wieder. Bis Ende Jahr werde voraussichtlich die ganze Flotte umgerüstet sein. Laut dem neusten Communiqué der Armee ist diese Aktion abgeschlossen und kostete rund 2.6 Millionen Franken.
Im Kriegsfall hätten die M113-Panzer keine tragende Rolle mehr. Doch als Hilfsfahrzeuge seien sie weiterhin nützlich, sagte Siegenthaler im Interview. Sie finden jedoch laut dem Communiqué der Armee noch Verwendung als Mannschaftstransporter bei den Mechanisierten Brigaden, und der Artillerie dienen sie für die Feuerführung und Feuerleitung.