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Wahl Appenzell Ausserrhoden Wer kommt für Appenzell Ausserrhoden in den Nationalrat?

Weil David Zuberbühler (SVP) zurückgetreten ist, ist der Ausserrhoder Nationalratssitz frei. Gewählt wird am 8. März.

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden lädt zur Wahl in den Nationalrat. Die einzige Ausserrhoder Vertretung in der grossen Kammer des Bundeshauses war bis Ende Dezember David Zuberbühler (SVP). Der Herisauer war seit 2015 im Amt und ist nun aus beruflichen Gründen zurückgetreten.

Die Ausserrhoder Stimmberechtigten wählen am 8. März. Bislang sind zwei Kandidaturen offiziell bekannt: Jennifer Abderhalden (FDP) und Edgar Bischof (SVP). Im Kanton gibt es keine Frist für Kandidaturen. Kandidaten können sich bis am Wahltag melden.

Das ist Edgar Bischof

Edgar Bischof wohnt in Teufen, ist IT-Unternehmer und präsentiert den Hauseigentümerverband Appenzell Ausserrhoden. Politisch bringt er einen grossen Rucksack mit: Bischof war 15 Jahre im Kantonsrat und Parteipräsident der kantonalen SVP.

2015 verlor Bischof die parteiinterne Ausmarchung gegen David Zuberbühler. Damals ging es um die Nachfolge des heutigen Ständerats Andrea Caroni (FDP). SVP-intern wurde Zuberbühler dem damaligen Parteipräsidenten vorgezogen. Bischof zog sich daraufhin zurück.

Mann in Anzug lächelt vor weissem Hintergrund.
Legende: Edgar Bischof (SVP) ZVG

Jetzt ist er wieder da und will direkt ins Bundeshaus. Edgar Bischof steht politisch für Finanzdisziplin, tiefe Steuern und weniger Bürokratie – für einen Staat, der den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft möglichst wenig in den Weg kommt. Er sagt: Zuerst müssen die Finanzen stimmen, dann könne man über mehr staatliche Leistungen diskutieren.

Politisch ist der Familienvater Bischof eher als Typ Ordnung und Stabilität statt Experimente und Umbrüche einzuordnen.

Das ist Jennifer Abderhalden

Jennifer Abderhalden, aufgewachsen in Gais, heute wohnhaft in Speicher, tritt politisch als liberale Pragmatikerin auf – eine wirtschaftsfreundliche FDP-Politikerin mit sozialem und ökologischem Gewissen. Ihr Stil ist weniger laut und hart, sondern kompromissbereit. Lösungen finden statt Konfrontation. Darum bezeichnet sie sich selbst als Brückenbauerin, als jemand, der mehrheitsfähige Lösungen sucht.

Sie sagt aber auch, sie setze auf Selbstverantwortung. Aber: Die Freiheit ende dort, wo sie die Rechte und Freiheiten von anderen beeinträchtigt.

Frau mit Brille und rotem Oberteil lächelt.
Legende: Jennifer Abderhalden (FDP) ZVG

Abderhalden ist Präsidentin der Ausserrhoder FDP und seit 2025 Kantonsrätin. Bereits 2019 wollte sie Nationalrätin werden. Sie forderte David Zuberbühler heraus, unterlag jedoch knapp.

Beruflich arbeitete Abderhalden lange als Stabschefin der Direktion Inneres und Finanzen bei der St. Galler Stadtverwaltung. Heute ist die Mutter einer erwachsenen Tochter Mandatsleiterin einer Immobilien- und Treuhandfirma in Appenzell.

Regionaljournal Ostschweiz, 17.2.2026, 6:31 Uhr ; 

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