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Fehlerhaftes Softwareupdate Luftraum über Genf kurz gesperrt – Betrieb wieder angelaufen

  • Über Genf war der Flugbetrieb am Vormittag für rund eine Stunde gesperrt.
  • Das bestätigt der Sprecher der Luftsicherungsbehörde Skyguide gegenüber SRF.
  • Mittlerweile läuft gemäss dem Sprecher der Betrieb wieder an.
  • Man sei aktuell bei einer Betriebskapazität von 50 Prozent und plane, sie bald auf 80 Prozent zu erhöhen.

Um exakt 9:21 Uhr hat Skyguide den Luftraum über Genf geschlossen («Clear the Sky»). Das heisst, dass keine Flugzeuge auf dem Genfer Flughafen landen dürfen.

Der Grund für die Sperrung des Luftraums sei ein fehlerhaftes Software-Update in der Nacht gewesen, wie Mediensprecher Vladi Barossa gegenüber SRF bestätigt.

Aus Sicherheitsgründen habe man kurz vor 10 Uhr ein sogenanntes Rollback durchgeführt, wobei die Software auf die Version vor dem Update zurückgesetzt wurde.

Flugzeug am Himmel hinter Stoppschild und Turmmast.
Legende: Für rund eine Stunde ging nichts am Flughafen Genf. KEYSTONE / Martial Trezzini

Das scheint funktioniert zu haben. Der Betrieb am Flughafen Genf sei wieder angelaufen. Laut Barossa kann seit 10:30 Uhr die Hälfte der geplanten Flüge wieder abgewickelt werden. In einer Stunde soll der Betrieb auf 80 Prozent erhöht werden.

Eine vollständige Rückkehr ist aber erst am Mittwoch vorgesehen. «Wir müssen schauen, dass alles funktioniert», sagt Barossa.

«Clear the Sky» – nicht zum ersten Mal

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Im Sommer 2022 musste Skyguide den gesamten Schweizer Luftraum während rund fünf Stunden sperren. In der ganzen Schweiz konnten keine Flugzeuge starten oder landen – Insgesamt mussten rund 100 Flüge annulliert oder umgeleitet werden. Tausende Passagiere waren betroffen. Die Ursache war eine veraltete Software. Es war das erste Mal, dass die Schweizer Flugsicherung eine derart grosse Panne handhaben musste.

Einen ähnlichen Vorfall gab es 2024 am Flughafen Genf. Nach heftigen Unwettern stand das Untergeschoss des Kontrollzentrums unter Wasser. Dadurch wurde die Kühlung des Rechenzentrums beeinträchtigt. Wegen Überhitzungsgefahr der Flugsicherungssysteme musste Skyguide aus Sicherheitsgründen den Luftraum über Genf sperren. Es konnten weder Starts noch Landungen durchgeführt werden.

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