Die Schweiz blickt auf einen hochdruckgeprägten und sommerlichen Monat mit sehr wenig Niederschlag zurück. In einigen Gebieten war es der niederschlagsärmste April seit Messbeginn. Nun ziehen aber Wolken auf – SRF-Meteorologin Sina Lenggenhager erklärt, wie viel Regen fallen wird und wo wir uns vor Gewittern in Acht nehmen müssen.
Wie viel Regen wird erwartet – und wann?
Der meiste Regen fällt voraussichtlich am Mittwoch. Dann zieht eine schwache Front über die Schweiz und bringt verbreitet Regen. Da es sich nicht um anhaltenden Landregen, sondern um Schauer und teils Gewitter handelt, sind die Mengen lokal sehr unterschiedlich. Bis Mittwochabend kommen vielerorts etwa 5 bis 10 mm zusammen, das entspricht einer halben bis einer ganzen grossen Giesskanne pro Quadratmeter. Auf der Alpensüdseite erwarten wir deutlich mehr, dort sind 30 bis 70 mm möglich. Auch hier können die Mengen lokal stark variieren.
Wo gibt es Gewitter, wo wird’s besonders heftig?
Gewitter sind grundsätzlich überall möglich. Das grösste Potenzial für kräftige Entwicklungen besteht auf der Alpensüdseite und entlang des Juras und der Voralpen. Dabei sind Hagel und vorübergehend starke Böen möglich. Im Süden und in angrenzenden Regionen kann zudem in kurzer Zeit viel Regen fallen. Solche Gewitter sind im Frühling jedoch nicht ungewöhnlich.
Reicht es, um die Trockenheit zu lindern?
Auf der Alpennordseite reichen die erwarteten Mengen bei weitem nicht aus, um die Frühlingstrockenheit auszugleichen. Eine gewisse Entlastung bringt der Regen aber trotzdem. Die Mittelfristprognosen zeigen zudem, dass auch die kommende Woche eher nass verlaufen dürfte, wodurch sich die Situation langsam entspannen könnte. Im Süden ist die Trockenheit weniger ausgeprägt, und mit den höheren Regenmengen dürfte sich die Lage dort spürbar verbessern.
Wird’s auch am Wochenende gewittrig oder schönstes Frühlingswetter?
Beides. Am Wochenende zeigt sich wahrscheinlich wieder häufig die Sonne, bei frühsommerlichen Temperaturen um 22 Grad. Vor allem im Süden, im Westen und über den Bergen können sich an beiden Tagen lokale Schauer und Gewitter bilden, sie sind aber nicht mehr so verbreitet.