500-Euro-Note könnte bald verschwinden

Das Aus für den 500-Euro-Schein wird wahrscheinlicher. Die EZB will die ungeliebte Banknote abschaffen, um Kriminellen das Leben schwerer zu machen. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Frau hält 500-Euro-Noten Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Über die Zukunft der grössten der insgesamt sieben Euro-Banknoten muss im EZB-Rat entschieden werden. Keystone

Die Europäische Zentralbank (EZB) denkt nach Aussagen ihres Präsidenten Mario Draghi über die Abschaffung der 500-Euro-Banknote nach. Draghi verwies vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments darauf, dass die grösste Banknote im Euroraum für kriminelle Zwecke genutzt werde.

Auf die Frage, ob die 500-Euro-Note tatsächlich abgeschafft werden solle, wollte Draghi vor den Parlamentariern nicht weiter eingehen. Draghi betonte aber, dass ein mögliches Ende der 500-Euro-Note nichts mit einer Begrenzung von Bargeld zu tun habe.

Zuvor hatte das «Handelsblatt» unter Berufung auf Notenbankkreise berichtet, der EZB-Rat habe vor kurzem mit grosser Mehrheit eine Absichtserklärung zur Abschaffung der grössten Euro-Banknote getroffen. Der 25-köpfige Rat habe den Banknotenausschuss beauftragt, die technischen Details zu klären, wie der 500-Euro-Schein aus dem Verkehr gezogen werden könne.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Diskussion um hohe Banknoten

    Aus Tagesschau vom 15.2.2016

    Die Europäische Zentralbank überlegt sich offenbar, die 500-Euro-Note abzuschaffen. Sie würde zu viel für kriminelle Zwecke verwendet. Die Schweizer Tausendernote hat noch mehr Wert, soll aber trotz viel Kritik im Umlauf bleiben.