Apple glänzt und enttäuscht Analysten

Nie zuvor hat Apple in einem Quartal so viele iPhones verkauft wie in den letzten drei Monaten. Doch Experten und Investoren hatten im Weihnachtsgeschäft mit noch stärkeren Zahlen gerechnet. Die Aktienmärkte straften den Hardware-Riesen bereits nachbörslich ab.

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Bildlegende: Trotz glänzender Absatzzahlen im abgelaufenen Quartal konnte Apple weder Analysten noch Investoren überzeugen. Reuters

Obwohl der Samsung-Konkurrent nach Börsenschluss bekanntgab, im vergangenen Quartal mit 51 Millionen iPhones einen Absatzrekord erzielt zu haben, zeigte der US-Finanzmarkt dem Branchenriesen die kalte Schulter. Denn Analysten hatten erwartet, dass Apple im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Marke von 55 Millionen knacken würde. Die Aktie verlor nachbörslich sechs Prozent.

Zudem trieb der Ausblick des US-Technologiekonzerns für das laufende Quartal den Investoren Sorgenfalten ins Gesicht. Apple erwartet einen Umsatz von 42 bis 44 Milliarden Dollar. Analysten hatten bislang mit 46 Milliarden Dollar kalkuliert. «Das März-Quartal ist wegen der Allianz mit China Mobile besonders wichtig. Die unerwartet niedrige Umsatzprognose ist ein beunruhigendes Zeichen», sagte Analyst Brian Colello von Morningstar.

Nettogewinn stabil

Mit 26 Millionen verkauften iPads erfüllte Apple im abgelaufenen Quartal die Markterwartungen. Ein Jahr zuvor hatte Apple 22,9 Millionen der Tablet-Computer losgeschlagen. Der Absatz der Mac-Computer stieg von 4,1 auf 4,8 Millionen - und das in einem insgesamt rückläufigen Computermarkt. Der Mac feierte gerade seinen 30. Geburtstag.

Auch das Geschäft mit iTunes und anderen Services lief besser als im Vorjahreszeitraum. Dagegen verlor der Musikspieler iPod weiterhin an Beliebtheit. Der Umsatz stieg Apple zufolge insgesamt auf 57,6 Milliarden Dollar von 54,5 Milliarden vor Jahresfrist. Der Nettogewinn blieb trotz Verkaufsrekorden mit 13,1 Milliarden Dollar stabil.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • I-Phones in China

    Aus Tagesschau vom 23.12.2013

    Nach jahrelangen Verhandlungen steht der Deal. Der weltweit grösste Mobilfunkanbieter China Mobile nimmt neu I-Phones von Apple in das Angebot auf. Apple versucht damit, eine grosse Lücke zu schliessen.