- Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Januar auf 3.2 Prozent gestiegen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco mitteilte.
- Im Dezember lag sie bei 3.1 Prozent.
- Der Anstieg der Arbeitslosenquote ist allerdings in erster Linie auf saisonale Faktoren zurückzuführen: Davon bereinigt sank sie auf 2.9 Prozent nach zuvor 3.0 Prozent.
Schweizweit waren Ende Januar 152'280 Personen in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Das waren 5005 Personen oder 3.4 Prozent mehr als im Dezember und über 12 Prozent mehr als im Januar 2025.
Die Arbeitslosenquote rückte im Januar leicht auf 3.2 Prozent nach 3.1 Prozent im Dezember vor. Berücksichtigt man allerdings saisonale Faktoren, wie etwa dass im Winter Baustellen stillstehen, dann sank die saisonbereinigte Arbeitslosenquote um 0.1 Prozentpunkte auf 2.9 Prozent.
Deutlich mehr offene Stellen – positives Zeichen
Ein Anstieg wurde bei den RAV derweil bei den Personen verzeichnet, die sich als Stellensuchende registriert haben: Im Januar stieg die Zahl der Stellensuchenden um 4695 oder 2.0 Prozent auf insgesamt 236'319 Personen.
Zugleich nahmen aber auch die bei den RAV gemeldeten offenen Stellen gegenüber Dezember zu – und zwar um 12'964 beziehungsweise 36 Prozent auf 48'904. Um saisonale Faktoren bereinigt lag das Plus mit knapp 17 Prozent etwas tiefer. Dass Firmen mehr offene Stellen zu vergeben haben, werten Ökonomen als positives Zeichen für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.
Die Lage bei der Kurzarbeit, zu welcher das Seco jeweils verzögert Daten publiziert, hat sich im Oktober etwas eingetrübt. Per Ende Oktober waren in der Schweiz 11'607 Personen von Kurzarbeit betroffen. Das waren 822 mehr als Ende September. Die Zahlen fallen in eine Zeit grosser Unsicherheit für die Schweiz im Handel mit den USA. Die Trump-Regierung hatte Anfang August für die Schweiz hohe Zölle erhoben und die Vereinbarung zum Zoll-Deal wurde erst im November bekannt.