Darum geht es: Soft- oder Energydrinks aus der Aludose liegen im Trend. So hat der Schweizer Detailhandel im letzten Jahr insgesamt gut eine Milliarde Liter alkoholfreier Getränke verkauft, etwa gleichviel wie 2024. Zehn Prozent davon gingen in der Aludose über den Ladentisch – das entspricht einer Zunahme bei den Aludosen um knapp acht Prozent. Diese Zahlen kommen von der Marktforschungsfirma Nielsen IQ, wie die «NZZ am Sonntag» berichtete.
Kultobjekt Dose: Vor allem junge Leute der Generationen Z und Alpha trinken ihre Softdrinks lieber aus der Aludose als frühere Generationen. Grund dafür dürften unter anderem diverse Trendgetränke sein, die ausschliesslich in der Dose angeboten werden. Aludosen lassen sich gut farbig bedrucken, was offenbar dem Marketing nützt und den Kultfaktor eines Getränks erhöht. Ausserdem fühlt sich die kühle Dose in der Hand frisch und trendig an.
Kleinere Getränkemenge: «Die meist kleinere Menge in der Dose, verglichen mit der PET-Flasche von einem halben Liter, entspricht auch eher der gesundheitsbewusster konsumierenden, jüngeren Generation», sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Jan Baumann. Diese schaue stärker darauf, nicht zu viel Zucker zu sich zu nehmen. Auch darum sei die Aludose für viele Leute attraktiver als eine PET-Flasche.
Nicht unbedingt ökologisch: Nicht ganz klar ist, ob Aludose oder PET-Flasche aus Umweltsicht besser abschneidet. Sicher ist, dass die Mehrweg-Glasflasche bei Getränkegebinden am umweltschonendsten ist. Beim Vergleich von PET und Alu sei wichtig, so Wirtschaftsredaktor Baumann, dass die Aludose nach der Konsumation ins Recycling gehe: «Wenn das Alu wiederverwendet wird, lässt sich immerhin viel Energie sparen.» Offenbar ist das vielen bewusst: 2024 wurden laut Bafu 13’200 Tonnen Aludosen gesammelt.
Die Recyling-Frage: Als Recyclingweltmeister über alles gesehen gilt Deutschland. Doch auch die Schweiz belegt einen der vorderen Plätze. Bessere Recyclingquoten als die Schweiz haben vor allem solche Länder, die Depotgebühren auf die Gebinde erheben. Denn so findet sich immer jemand, der oder die die Dose oder die Flasche in die Recyclingagabestelle bringt. Immerhin: In der Schweiz landen rund 90 Prozent aller Aludosen, rund 94 Prozent aller Glasverpackungen sowie über 80 Prozent der PET-Flaschen im Recycling.