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Bewegte Geschichte 50 Jahre McDonald’s Schweiz: Vom Brandanschlag zum Wachstum

Seit der ersten Filiale 1976 in Genf hat sich vieles verändert. Doch immer noch gibt es Proteste gegen Neueröffnungen.

Im November 1976 eröffnet der amerikanische Fast-Food-Konzern McDonald's die erste Filiale in der Schweiz – in Genf, mit 25 Mitarbeitenden. Seither ist vieles passiert. Heute betreibt McDonald's hierzulande 190 Standorte in 21 Kantonen und beschäftigt 8400 Angestellte.

Steiniger Weg zum Erfolg

Gegründet wurde McDonald's 1955 in Illinois. Schnell schwappt der Fastfood-Boom aus den USA auf die restliche Welt über. Doch in der Schweiz gibt es immer wieder Widerstand und Proteste gegen McDonald's.

Mitarbeiter in Fast-Food-Restaurant packen Bestellungen.
Legende: 8400 Angestellte arbeiten für McDonald's Schweiz. Geführt werden die rund 190 Standorte mehrheitlich von Lizenznehmern. Täglich werden laut Mitteilung rund 275'000 Gäste in den Restaurants bedient. SRF

Nach Genf 1976 gehen ein paar Jahre später auch Standorte in Basel und Zürich auf – nicht zur Freude aller.

Eine aktivistische Gruppierung namens «Kommando Grober Ernst» verübt 1982 einen Brandanschlag auf die Filiale am Zürcher Stauffacher. Der Betrieb muss für mehrere Monate eingestellt werden.

Menschen stehen vor einem beschädigten McDonald's-Restaurant.
Legende: Passanten betrachten am Morgen des 5. Juli 1982 den Schaden, den ein Grossbrand an einem zur amerikanischen MacDonalds-Kette gehörendem Schnellimbiss-Restaurant in Zürich verursacht hat. Keystone/str

Teile der Schweizer Bevölkerung stören sich seit Beginn an den Schnellimbissen mit dem gelb-roten Logo.

Burger-Patty wird auf einen Cheeseburger gelegt.
Legende: Seit sich der amerikanische Fastfoodriese in der Schweiz angesiedelt hat, hat sich auch das Angebot deutlich vergrössert: von anfänglich acht auf heute über 80 Produkte. Das beliebteste Produkt bei McDonald's bleibt der Big Mac. Nirgends ist er so teuer, wie in der Schweiz: Derzeit 7.20 Franken SRF

Der Abfall, der Gestank des Frittieröls und das hohe Lärmaufkommen sorgen bei geplanten Neueröffnungen für eine Flut an Einsprachen.

McDonald's lässt sich davon nicht unterkriegen und eröffnet in den 1990er-Jahren jährlich rund zehn Filialen in der Schweiz. Doch die Kritik hält an. Insbesondere Globalisierungsgegner und Anti-WEF-Demonstranten ärgern sich über die Expansion von McDonald's und lassen ihrem Zorn freien Lauf.

Menschen protestieren vor McDonald's im Schnee.
Legende: Im Jahr 2000 kam es anlässlich des WEFs in Davos zu massiven Sachbeschädigungen an einer McDonald's Filiale. Keystone/AP/Thomas Kienzle

McDonald's bleibt in der Schweiz auf Expansionskurs: Nach sieben neuen Filialen 2025 will man in diesem Jahr vier bis sechs neue Filialen eröffnen. Doch an einigen geplanten Standorten in der Deutschschweiz wehren sich die Einwohner mit Einsprachen dagegen.

Wenn wir in eine Gemeinde kommen und es Fragen gibt, arbeiten wir eng mit den lokalen Behörden und unserem Franchisenehmer vor Ort zusammen.
Autor: Lara Skripitsky Geschäftsführerin McDonald's Schweiz

Die Geschäftsführerin von McDonalds Schweiz, Lara Skripitsky, sagt dazu diplomatisch, sie schätze die «demokratischen Genehmigungsverfahren» für neue Filialen in der Schweiz. Der Dialog mit den lokalen Behörden funktioniere gut.

Fastfood und Gesundheitsboom

Ein wachsender Teil der Bevölkerung achtet auf gesündere Ernährung. Und trotzdem findet McDonald's Anklang. Wieso das so ist, erklärt Christine Schäfer, Trendforscherin vom Gottlieb Duttweiler Institut GDI wie folgt: «Gesundheit ist zu einem Vollzeitprojekt geworden, das viele überfordert.» Deshalb müsse es manchmal einfach und schnell gehen. «Egal wie ungesund es ist. Gesund ernähren kann man sich ja morgen wieder.»

Person füllt Pommes in eine McDonald's-Tüte.
Legende: «Gesund ernähren kann man sich ja morgen wieder», sagt Trendforscherin Christine Schäfer vom GDI dazu, warum McDonalds trotz Gesundheitstrend beliebt bleibt. SRF

Bei McDonald's heisst es, man habe das Sortiment diesbezüglich angepasst, und es gäbe diverse Produkte mit weniger Kalorien. Ausserdem kommen laut McDonald's heute mehr als 86 Prozent der Zutaten von Schweizer Lieferanten.

Doch vor allem setzt man beim Unternehmen ein einfaches Konzept um: Man verkauft den Kundinnen und Kunden, was sie wünschen.

Tagesschau, 17.3.2026, 19:30 Uhr

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