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Bilanz Flugunfälle 2025 So viele Flugzeug-Todesopfer wie nie mehr seit acht Jahren

Fliegen gilt als sicher. Dennoch gab es 2025 mehrere Katastrophen. Sorgen machen der Branche neue Gefahren.

Die Bilanz: Die Bilder sind jeweils schrecklich. Wenn ein Passagierflugzeug abstürzt, hat das verheerende Folgen. Nun hat der Internationale Luftverkehrsverband IATA den neuen Sicherheitsbericht vorgelegt. Dieser zeigt: Im vergangenen Jahr kam es zu 51 Unfällen mit Passagierflugzeugen, davon acht mit Todesopfern. Im vergangenen Jahr starben bei Flugunfällen so viele Menschen wie nie mehr seit acht Jahren. Insgesamt kamen bei Flugunfällen 394 Passagiere und Crewmitglieder ums Leben. Die IATA ist eine Branchenorganisation in Genf, die mehr als 360 Airlines vertritt.

USA und Indien: Es waren vor allem zwei Flugkatastrophen mit vielen Todesopfern. Am 29. Januar 2025 stiess ein Passagierflugzeug beim Landeanflug in den USA auf den Ronald-Reagan-Flughafen in Washington D.C. mit einem Militärhelikopter zusammen, 67 Menschen kamen ums Leben. In Indien, in Ahmedabad, stürzte ein Flugzeug unmittelbar nach dem Start ab, ein Unglück mit insgesamt 260 Todesopfern. Es war das schlimmste Unglück seit elf Jahren.  

Fliegen trotz allem sicher: Die Statistik zeigt allerdings auch, dass Fliegen sicher ist. Im vergangenen Jahr gab es weltweit fast 39 Millionen Flüge mit 5 Milliarden Passagieren. Pro 1 Million Flüge sind es 1.32 Unfälle. Oder anders formuliert: Statistisch gesehen passiert nach knapp 760’000 Flügen ein Unfall.  

China sicherer als USA: In China sind Zwischenfälle sehr selten – statistisch gesehen gibt es dort deutlich weniger Flugunfälle als zum Beispiel in Afrika oder Nordamerika. In den USA ist die Flugsicherheit aufgrund der Sparmassnahmen der Regierung wiederholt in die Kritik geraten.  

Ursache von Unfällen: Bei einem Unglück mit Passagierflugzeugen spielen oft verschiedene Faktoren eine Rolle. Unwetter, Missverständnisse, technische Probleme, Fehler der Crew. Am meisten Unfälle gab es im vergangenen Jahr bei Starts und Landungen, wenn das Heck den Boden berührte. Gefährlich sind vor allem auch Probleme mit dem Fahrwerk.

Kritik an den Airlines: Im Sicherheitsbericht der IATA schwingt auch etwas Kritik an den Fluggesellschaften mit: Die Untersuchung von Unglücksfällen sei mangelhaft. In mehr als 60 Prozent der über 200 Unfälle im Zeitraum von 2019 bis 2023 seien die Untersuchungsberichte unvollständig. Oft dauere die Untersuchung mehrere Jahre, und dabei bleibt es laut IATA zu häufig bei Zwischenberichten, die Untersuchung werde nicht abgeschlossen. Dabei sei Transparenz und das Lernen aus Fehlern für die Branche wichtig.

Kriegsgebiete umfliegen: Eine grosse Herausforderung für die Fluggesellschaften sind derzeit die vielen Kriegsgebiete – dies engt den Flugraum ein, vor allem auf den Routen von Europa nach Asien. Zusätzlich zum Krieg in der Ukraine muss nun auch der Nahe Osten umflogen werden.

Flugverkehr und Naher Osten

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Alle Augen richten sich derzeit auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Dabei beeinflusst die Eskalation des Konflikts mit dem Iran den internationalen Flugverkehr, Flugrouten sowie Treibstoffkosten. So hat die Fluggesellschaft Swiss ihre Flüge nach Tel Aviv und Dubai vorübergehend ausgesetzt und meidet mehrere Lufträume in der Region.

Störung der Signale: Eine gefährliche Entwicklung stellt die IATA bei der Störung der Flugzeug-Navigation (GNSS) fest. So haben zum Beispiel die absichtlichen Störungen von Funksignalen innerhalb von zwei Jahren um 67 Prozent zugenommen, das Vortäuschen falscher Positionen (GPS-Spoofing) um 193 Prozent. Mit solchen Störmanövern wollen die Verursacher Drohnenangriffe abwehren und die eigene Position verschleiern. Hauptverantwortlich sind laut internationalen Gremien Russland, Belarus, Nordkorea und der Iran. Solche Ereignisse seien zutiefst besorgniserregend, schreibt die IATA. Dies müsse gestoppt werden, alles andere sei inakzeptabel.

SRF 4 News, 10.3.2026, 16:12 Uhr; wilh

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