- Der deutsche Autohersteller BMW ruft wegen eines möglichen Defekts am Anlasser weltweit Fahrzeuge zurück.
- Betroffen sei eine mittlere sechsstellige Zahl von Fahrzeugen verschiedener Modellreihen.
- Nach einer hohen Anzahl von Motorstarts kann laut BMW ein erhöhter Verschleiss im Magnetschalter auftreten.
Der Grund für den Fahrzeugrückruf ist ein möglicher Defekt am Anlasser, der im schlimmsten Fall zu einem Feuer führen kann, wie BMW bestätigte. Über den Rückruf von weltweit 575'000 Fahrzeugen verschiedener Baureihen hatte der Fachdienst «kfz-betrieb» ausführlich berichtet.
BMW bestätigte, dass es sich um eine mittlere sechsstellige Zahl von Fahrzeugen verschiedener Modellreihen handle. Betroffen seien Fahrzeuge, die ein Starter-Relais aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022 nachträglich verbaut haben, erklärte ein BMW-Sprecher laut «kfz-betrieb».
Der mögliche Defekt sei bei Produktkontrollen und durch Kundenbeschwerden festgestellt worden, erklärte BMW. Nach vielen Startvorgängen könne ein Magnetschalter im Anlasser stark verschleissen. Dies könne dazu führen, dass der Motor nicht mehr startet. Zudem sei ein Kurzschluss nicht auszuschliessen, der zu einer Überhitzung und im ungünstigsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen könne. BMW empfiehlt, das Fahrzeug nach dem Start nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt zu lassen.
Schon im vergangenen Herbst hatte BMW hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte.
Damals war es allerdings nicht Verschleiss die Ursache, sondern Wasser, das in den Starter eindringen und zu Korrosion führen konnte. Auch hier waren Kurzschluss und im ungünstigsten Fall Brand möglich, damals aber auch im ausgeschalteten Zustand möglich.