- Beben im Schweizer Buchhandel: Die Migros-Tochter Ex Libris schliesst alle 15 Filialen.
- Das Buchgeschäft von Ex Libris werde schrittweise auf Galaxus überführt, schreibt die Migros-Gruppe in einer Medienmitteilung.
- Betroffen sind 230 Mitarbeitende.
Ein Stellenabbau sei nicht ausgeschlossen, schreibt die Migros weiter. Betroffenen Mitarbeitenden werde, wenn möglich, eine neue Stelle innerhalb der Migros-Gruppe angeboten.
Mit internen und externen Sozialpartnern wurde ein umfassender nationaler Sozialplan abgeschlossen, so die Migros weiter. Vom Stellenabbau Betroffene erhielten individuelle Leistungen, abhängig vom Dienst- und Lebensalter.
Ende 2026 ist Schluss
Mit dem Schritt will die Migros-Gruppe ihr Online-Angebot für Bücher bündeln. Gleichzeitig treibe man die strategische Neuausrichtung weg vom stationären Buchhandel weiter voran.
Die verbleibenden 15 Ex-Libris-Filialen in der Deutschschweiz werden per Ende 2026 geschlossen. Die Geschäfte befinden sich unter anderem in Zürich, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen und Aarau.
Derzeit würden die technischen, logistischen und sortimentsspezifischen Voraussetzungen geschaffen, um das Online-Geschäft von Ex Libris auf Galaxus zu überführen. Die vollständige Integration solle bis Mitte 2027 abgeschlossen werden.
Kundinnen und Kunden können weiter über exlibris.ch und galaxus.ch Bestellungen aufgeben.
Vom Buchklub zum Onlineshop
Ex Libris wurde Ende der 1940er-Jahre als Buchklub gegründet und später von der Migros übernommen. Die Detailhändlerin betrieb jahrzehntelang über 100 Ex-Libris-Filialen in der ganzen Schweiz. Ab 2010 dann wurde das Filialnetz massiv ausgedünnt.
Was einst als landesweiter Buchklub startete, endet jetzt also komplett im Online-Universum von Galaxus. Der grösste Onlinehändler der Schweiz darf sich auf eine deutliche Aufwertung seines Sortiments freuen: Aktuell hat Galaxus rund 1.5 Millionen Bücher im Angebot, Ex Libris als bisheriger Schweizer Online-Marktführer rund 8 Millionen.