Rückgang bei Exporten verlangsamt sich

Schweizer Firmen haben im Januar erneut weniger Waren ins Ausland verkauft: ein Prozent weniger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Verglichen mit den Zahlen vom letzten Dezember haben die Exporte aber leicht zugenommen. Während einige Branchen ächzen, punkten andere.

Eine Mitarbeiterin der Firma Farone baut ein Quarzuhrwerk zusammen in Stabio. (keystone) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht alle Branchen sind betroffen: Unter dem Strich exportiert die Schweiz nach wie vor mehr als sie importiert. Keystone

Im Januar haben die Firmen hierzulande Waren im Wert von 16,3 Milliarden Franken ins Ausland verkauft. Das ist ein Prozent weniger als im Januar 2015. Dies geht aus den jüngsten Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) her.

Nach den teils starken Exporteinbrüchen im vergangenen Jahr ist das Minus von einem Prozent aber vergleichsweise moderat. Die Zollverwaltung schreibt, der Rückgang verlangsame sich. Verglichen mit dem Dezember nahmen die Exporte sogar wieder leicht zu, allerdings nur wert- und nicht mengenmässig.

Grosse Unterschiede je nach Branche

Besonders hart hat es auch im Januar die Maschinen- und Elektronikbranche getroffen. Zudem schnitt die Uhrenindustrie schlecht ab: Im Januar sank das Exportvolumen gegenüber der Vorjahresperiode real um 10 Prozent. Die Bijouterie- und Juwelierbranche wiederum konnte den Wert – wenn auch nicht die Menge – der exportierten Waren deutlich steigern.

Schweiz exportiert nach wie vor mehr als sie importiert

Stärker als die Exporte sanken im Januar die Importe: Sie gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,8 Prozent auf 12,8 Milliarden Franken zurück. Unter dem Strich exportierte die Schweiz damit nach wie vor deutlich mehr als sie importierte: Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz betrug 3,5 Milliarden Franken.