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Swiss Economic Forum Wirtschaft unter Druck: Darum geht es am SEF 2026

Am SEF in Interlaken geht es um Themen, die die Schweizer Unternehmen umtreiben, wie etwa den Umgang mit Unsicherheiten.

Worum geht es am SEF? Das Swiss Economic Forum (SEF) ist ein Netzwerkanlass für Unternehmerinnen und Unternehmer. Es findet zum 28. Mal statt. Die zweitägige Veranstaltung steht jeweils unter einem Motto, dieses Jahr unter «Unbreakable?». Das Fragezeichen ist bewusst gewählt. Gemäss den Organisatoren ist es eine Einladung zur Reflexion in den aktuell unsicheren Zeiten. «Das Motto steht für unternehmerische Fähigkeiten, die jetzt zählen: Mut, Führung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen», heisst es in der Medienmitteilung zum SEF.

Wer kommt dieses Jahr? Rund 1350 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Inhaltlich geht es um vielfältige Themen – von aktuellen geopolitischen Risiken über Zölle bis hin zu Nachfolgeregelungen und Markenführung. Prominente Rednerinnen und Redner sind unter anderem:

  • UBS-Chef Sergio Ermotti ( «UBS im Spannungsfeld: Wirtschaft, Politik und Zukunft der Schweiz)
  • Severin Schwan, Verwaltungsratspräsident von Roche  («Pharma am Scheideweg)
  • Benedikt Roos, Chef der Armee («Die Schweizer Armee im Umgang mit einer neuen Bedrohungslage»)
  • Nestlé-Chef Philipp Navratil («Vertrauen, Marke und globale Präsenz – ein Weltkonzern in Transformation»)
  • Seco-Chefin Helen Budliger Artieda («Die Schweiz im globalen Wettbewerb: Kurs setzen, Chancen nutzen»)
  • Carmen Reinhart, Professorin, Harvard Kennedy School («weltweite Wirtschafts- und Finanzrisiken»)

SEF und WEF – Zwillinge? Eher Geschwister, wobei das WEF mit Gründungsjahr 1971 in Davos die ältere Veranstaltung ist. Während das WEF international ausgerichtet ist und jeweils zahlreiche Staatschefs erwartet, gilt das SEF als «Schweizer Ausgabe des WEF». Der Fokus liegt auf der Schweizer Wirtschaft und den KMU, wobei auch prominente Chefs von Grosskonzernen (Roche, UBS, Nestlé) und einige Gäste aus dem Ausland anwesend sind. In früheren Jahren waren es François Hollande (ehemaliger Präsident von Frankreich), Boris Johnson (ehemaliger britischer Premierminister) oder Mike Pence (US-Vizepräsident in der ersten Amtszeit von Donald Trump).

Menschenmenge vor Eingang mit 'Swiss Economic Forum'-Banner.
Legende: Das SEF ist für Unternehmerinnen und Unternehmer eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. (Im Bild: Ausgabe 2022) KEYSTONE / Anthony Anex

Was sind die Anfänge? Der Ursprung des SEF liegt in Thun. 1993 organisierten Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer das «Forum der Jungen Wirtschaft». Ziel war, Innovation und vor allem Mut und Zuversicht in die Region zu bringen. Nach dem Niedergang der Leih- und Sparkasse Thun und dem Abbau von Stellen in der Industrie und im Militär schien ihnen die Stimmung düster. Das Forum sollte ein Appell sein, «etwas zu tun». Wegen finanzieller Risiken zog sich der Verein später zurück. 1999 übernahmen Peter Stähli und Stefan Linder den Anlass, die ihn ab dem Jahr 2000 in Interlaken durchführten. Seit 2016 gehört das SEF der NZZ, nachdem das Medienhaus zuvor seine Anteile ausgebaut hatte.

Welche Awards gibt es? Die Förderung von Jungunternehmen ist ein Kernanliegen des SEF, das eng mit seiner Gründung verbunden ist. Traditionell wird in drei Kategorien (Dienstleistungen, Deeptech/Life Science und Produktion/Gewerbe) je ein SEF-Award für Jungunternehmen vergeben. Der Preis ist mit 25'000 Franken dotiert. Relevant ist für die Gewinner aber auch die Plattform und das Netzwerk, die mit einem Award verbunden sind. Zu den prominenten Gewinnern in früheren Jahren zählen der Onlinehändler Digitec (2008) oder auch der Sportschuhhersteller On (2014). Dazu wird in drei Kategorien der «SEF Women Award» verliehen.

Das SEF auf SRF

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Live im Radio:

  • Auf SRF 3: Do und Fr, jeweils 13 bis 15 Uhr
  • Auf SRF 4: Do 16 bis 17 Uhr, Fr 11.30 bis 12 Uhr

Live im TV /  SRF info

  • Do 13.25 bis  ca. 18 Uhr
  • Fr  8.30 bis ca. 12.15 Uhr und ab ca. 13.35 bis 15.45 Uhr

Zudem:

Das SEF wird auch Thema sein in den Sendungen und Podcasts «Rendez-Vous» sowie «Echo der Zeit». Zudem spricht Eveline Kobler im Eco-Talk vom Montag, 8. Juni am SEF mit Betty-Bossi-Chef Lars Feldmann und Felfel-Mitgründerin Daniela Steiner über Food-Trends, gesundes Essen und Konkurrenz.

SRF 4 News, 4.6.26, 6:17 Uhr; mcep;wyss

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