Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Veröffentlichte Akten WEF leitet Untersuchung gegen seinen CEO wegen Epstein ein

  • Das Weltwirtschaftsforum (WEF) leitet eine unabhängige Untersuchung gegen seinen Präsidenten und CEO Børge Brende ein.
  • Es geht um die Klärung von dessen Beziehungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
  • Zuvor war bekannt geworden, dass Brende mit Epstein in Kontakt gewesen war.

Børge Brende soll an drei Abendessen teilgenommen haben, an denen auch Jeffrey Epstein anwesend war, schreibt die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Hinzu kommen E-Mail- und SMS-Kommunikationen zwischen den beiden.

Das WEF habe in einer Mitteilung betont, die Entscheidung für die Untersuchung unterstreiche «das Engagement für Transparenz und den Erhalt der Integrität». Zugleich unterstütze und kooperiere Brende bei der Untersuchung und werde seine Aufgaben als Präsident und CEO weiterhin wahrnehmen.

Mann spricht beim Weltwirtschaftsforum vor blauem Hintergrund.
Legende: Seit 2017 ist Børge Brende Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF). KEYSTONE / Gian Ehrenzeller

Brende selbst erklärte, er habe 2018 während eines Besuchs in New York eine Einladung vom ehemaligen norwegischen Vize-Ministerpräsidenten und UNO-Gesandten für den Nahen Osten und Nordafrika, Terje Rød-Larsen, erhalten, «sich ihm zu einem Abendessen mit einer Person anzuschliessen, die als US-amerikanischer Investor, Jeffrey Epstein, vorgestellt wurde». An diesem Treffen hätten auch mehrere weitere Führungspersönlichkeiten teilgenommen. Im darauffolgenden Jahr habe er an zwei ähnlichen Abendessen mit Epstein teilgenommen, gemeinsam mit weiteren Diplomaten und Wirtschaftsvertretern.

WEF-Präsident bedauert fehlende Überprüfung

Diese Abendessen sowie einige E-Mails und SMS hätten «den gesamten Umfang des Kontakts dargestellt», erklärte Brende weiter. Er habe keinerlei Kenntnis von Epsteins Vergangenheit und kriminellen Aktivitäten gehabt. «Hätte ich seinen Hintergrund gekannt, hätte ich die ursprüngliche Einladung abgelehnt sowie jede weitere Einladung zu Abendessen oder andere Kommunikationsformen», sagte Brende. Der WEF-CEO räumte ein, er hätte «eine gründlichere Überprüfung von Epsteins Vergangenheit durchführen können» und bedauere, dies nicht getan zu haben.

Diskutieren Sie mit:

SRF 4 News, 4.2.2026, 5 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel