Man bemalt sie, legt sie ins Osternest oder verbackt sie: In den Wochen vor Ostern kaufen die Schweizerinnen und Schweizer besonders viele Eier. Von einem Engpass könne man aber noch nicht sprechen, sagt Daniel Würgler, Präsident des Branchenvereins Gallo Suisse.
«Jeden Tag kommen wieder frische Eier in die Regale», betont Daniel Würgler. Allerdings ist bei der Wahl des jeweiligen Eis Flexibilität gefragt.
Am schnellsten gingen spezifische Produkte aus, beispielsweise Regio-Eier. «Am Ende des Tages findet man also am ehesten noch Importeier im Regal.»
Import-Eier decken die Nachfrage
Dass die Regale schneller leer sind als sonst, hat einerseits mit der höheren Nachfrage nach Eiern im Winterhalbjahr zu tun. Zudem aber auch mit dem allgemein steigenden Eierkonsum in der Schweiz. Ass man 2022 noch 186 Eier pro Kopf, sind es 2024 bereits 198 Eier. Und der Trend zeigt weiter nach oben.
«Das kann man mit einer Erhöhung der Produktion nicht bewältigen, das ist unmöglich», sagt Daniel Würgler, Präsident des Branchenvereins Gallo Suisse.
Das Ei ist im Trend.
Die Schweiz habe ihre Produktion zwar erhöht, kommt mit der steigenden Nachfrage aber nicht mit. Deshalb sei man auf den Import von Eiern angewiesen.
Angespannter Eier-Markt
Aufgrund der Vogelgrippe ist die Lage auf dem internationalen Eiermarkt aber ebenfalls angespannt. Zusätzlich Eier aus dem Ausland zu importieren sei schwieriger geworden – und teurer. «Es kann gut sein, dass das Import-Ei praktisch gleich teuer ist wie das Schweizer Ei.»
Den Eierkonsum in der Schweiz dürfte das aber kaum dämpfen. «Das Ei ist im Trend», meint Würgler. Besonders vor Ostern dürfte dieser Trend dazu führen, dass die Eierregale etwas schneller ausverkauft sind oder weniger Auswahl zur Verfügung steht.
Ein Ansturm auf die Regale ist aber nicht nötig, sagt Daniel Würgler: «Es ist nicht so, dass es für längere Zeit keine Eier geben wird.»