2023 schnappten ihnen L Loko x Drini den Swiss Music Award in der Kategorie «Best Hit» vor der Nase weg, 2024 mussten sie sich EAZ geschlagen geben. Nun haben Hecht mit ihrer Schlager-Schleuder «Mon Amour» zum dritten Mal die Chance, die Trophäe für den grössten Schweizer Song des Jahres einzusacken.
Die Zürich-Luzerner treten gegen Zoë Më und ihre Eurovision-Ballade «Voyage» sowie die Mundart-Melange aus Gölä und Megawatt mit «Brich mir mis Herz» an. Die Sparte «Best Hit» ist die einzige, deren Siegerin oder Sieger live während den Swiss Music Awards, die am 19. März im Zürcher Hallenstadion steigen, bestimmt wird. Für alle anderen Kategorien kann ab Montagmittag um 12:00 Uhr bis am 22. Februar um 23:59 Uhr online gevotet werden.
Rekord für Gölä
Hecht haben sich drei weitere Nominierungen gesichert für die «Best Group», den «Best Live Act» und den «Best Streaming Artist». Zoë Më darf zusätzlich auf den «Best Breaking Act»-Preis hoffen. Auch Megawatt («Best Group») und Gölä («Best Solo Act») haben je ein weiteres Nominierungs-Eisen im Feuer. Letzterer war in der Vergangenheit schon zehnmal nominiert und ist bislang stets leer ausgegangen – niemand sonst hat so viele Nominierungen bei null Gewinnen.
Ebenfalls doppelt daumendrücken darf Baby Volcano, die dank ihren Sensory-Overload-Shows als «Best Live Act» und mit ihrem überdringlichen Genre- und Sprachen-Mix als «Best Act Romandie» nominiert ist. Bei den internationalen Kategorien als Einziger mehrfach aufgestellt ist Alex Warren, der aber wohl noch zu sehr an seiner von In-Ear-Problemen geplagten Grammy-Performance nagt, um sich über die drei SMA-Nominierungen zu freuen. Oder sie nur schon mitzubekommen.
Bühne für Underdogs
Wie gehabt stehen auf der Nominierten-Liste auch dieses Jahr Artists, die einem je nach Musikgeschmack und soziokulturellem Umfeld nicht unbedingt geläufig sind. Obwohl sie offensichtlich erfolgreich unterwegs sind, die meisten Nominierungen basieren schliesslich auf Verkaufszahlen.
Zum Beispiel Heimatliebi («Best Breaking Act»), deren Name und enzianbewehrter Look Verwechslungsgefahr mit Heimweh (mal wieder nominiert als «Best Group») birgt, die aber 3000 Prozent mehr Turnfest-Flair liefern.
Oder die vielversprechenden Zürirap-Aufsteiger DVW & Naija03 («Best Breaking Act»), die es mit ihrer Collab-Platte «Duo für die Zuekunft» bis auf Platz sechs der Hitparade geschafft haben. Ebenso der Neuenburger Rapper Mairo («Best Act Romandie»), dessen abwechslungsreiche Nummern diesseits des Röstigrabens viel mehr offene Ohren verdienen.
Was auffällt: Die Schweizerinnen und Schweizer hören nach wie vor mehr Männern zu – nur ein knappes Drittel der Nominierten der Swiss Music Awards 2026 ist nicht männlich.