Warum du um «Iron Fist» einen weiten Bogen machen kannst

Nach Daredevil, Jessica Jones und Luke Cage bekommt nun auch Superheld Iron Fist seine eigene Serie. Ab Freitag laufen die 13 Episoden der ersten Staffel exklusiv beim Streamingdienst Netflix – leider ist die Serie aber fürchterlich langweilig geworden. 4 Gründe, warum du sie skippen kannst:

1. «Iron Fist» ist einfach nur langweilig

Was ist noch ärgerlicher, als eine schlechte Serie? Genau: eine langweilige Serie. «Marvel's Iron Fist», die vierte Superhelden-Serie, die Comic-Gigant Marvel in Zusammenarbeit mit Streamingdienst Netflix produziert, ist genau das.

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Bildlegende: Iron Fist mitten im Fight Der Eindruck täuscht: das passiert in den ersten sechs Folgen nämlich viel zu selten. Myles Aronowitz/Netflix

Wie schon bei Daredevil, Jessica Jones und Luke Cage, sind auch die 13 Episoden von Iron Fist, die ab Freitag streambar sind, jeweils 60 Minuten lang.

Während die anderen drei Netflix-/Marvel-Koproduktionen aber erst in der zweiten Hälfte ihrer jeweiligen Staffeln Längen und Füllmaterial vorweisen, ertappt man sich hier schon während der allerersten Folge, wie man aus Langweile anfängt, auf dem Handy herumzutippen.

Die Geschichte um Milliardärssohn Danny Rand, der seit einem Flugzeugabsturz von vor 15 Jahren als verschollen galt, kommt in den sechs Episoden, die uns im Vorfeld zur Verfügung standen, nie wirklich vom rechten Fleck.

Zwar nutzte Rand seine Zeit im Exil für massiv viel Kampftraining – dank einer uralten, magischen Kraft verfügt er u. a. über eine unzerstörbare Faust –, im Mittelpunkt der Serie stehen aber diverse ultralangweilige Plots rund um Machtspielchen in der Firma von Rands verstorbenen Eltern (Ja, das ist effektiv so langweilig wie es hier klingt).

2. Hauptdarsteller Finn Jones ist eine totale Schnarchnase

Vielleicht liegt's am dürftigen Drehbuch, vielleicht an seinen mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten, aber Hauptdarsteller Finn Jones schafft es zu keinem Zeitpunkt, seiner Figur Leben einzuhauchen.

Viel eher verkörpert er Danny Rand als nervigen Surfer-Bro, für den man keine Sympathien aufbringen kann.

3. Die Actionszenen sind schlaff

Auch wenn TV-Serien von Marvel storymässig nicht immer zu überzeugen wissen, immerhin sind ihre Actionszenen meistens preisverdächtig... oder? Nope! Leider ist die Action bei «Iron Fist» ebenfalls auf dem dürftigen Qualitätsniveau des restlichen Materials einzustufen.

Die Fightszenen sind viel zu rar gesät – und wenn sie dann mal stattfinden, sind sie meistens zahm, unübersichtlich geschnitten und schlecht beleuchtet. Und die namengebende Iron Fist kommt ebenfalls viel zu selten zum Einsatz.

4. Bei der nächsten Netflix-Serie «The Defenders» verstehst du die Zusammenhänge wahrscheinlich auch ohne «Iron Fist»

Das grosse Dilemma: Zusammen mit Jessica Jones, Daredevil und Luke Cage wird Iron Fist noch dieses Jahr in der Serie «The Defenders» Teil eines grossen Superhelden-Teams sein.

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Bildlegende: Coming soon: die «Defenders» Jessica Jones, Daredevil und Luke Cage IGN

Muss man sich nun ernsthaft durch 13 einstündige (!) Episoden quälen, um bei der Defenders-Serie den Faden nicht zu verlieren? Wir behaupten: Nein!

Gehen Marvel-Serien nämlich einen ähnlichen Weg wie das grosse Kinofilm-Universums des Konzerns («Avengers», «Iron Man», «Captain America» etc.), sollte man sich die Story easy zusammenreimen können – auch wenn man mal ein Kapitel übersprungen hat.

Die ganze erste Staffel von «Marvel's Iron Fist» gibt es ab Freitag, 17.3. auf Netflix im Stream.