In Sent GR lebt Duri Vital – der Bruder des weltbekannten Künstlers Not Vital. Während Not oft als Visionär gilt, ist Duri derjenige, der die Ideen in Holz, Stein und Metall übersetzt. Über 50 alte Engadiner Häuser hat er bereits umgebaut und ihnen neues Leben eingehaucht.
Früher arbeiteten die Brüder eng zusammen. «Er hat die Ideen gebracht und ich habe die Umsetzung gemacht», sagt Duri. Seine Stärke liegt im Handwerk, im präzisen Arbeiten, im Machen.
-
Bild 1 von 12. Unter dem Elternhaus hat Duri Vital sein eigenes Zuhause gebaut. Bildquelle: SRF.
-
Bild 2 von 12. Sein Zuhause hat er nach den fünf chinesischen Elementen konzipiert: Feuer, Holz, Metall, Erde und Wasser. Bildquelle: SRF.
-
Bild 3 von 12. Empfangen werden Besucherinnen und Besucher in einem langen Eingang mit einer speziellen, in die Decke eingelassenen, Deckenleuchte. Bildquelle: SRF.
-
Bild 4 von 12. In der Küche hat sich Duri Vital für eine Version aus Stahl entschieden. Bildquelle: SRF.
-
Bild 5 von 12. Mit Kreide kann er darauf seine Einkaufsliste schreiben. Bildquelle: SRF.
-
Bild 6 von 12. In der Küche steht ein Holztisch aus 300 Jahre alter Stalllärche. Diese hat durch die Säure von Kuhurin eine dunklere Farbe. Neue Lärche sei viel heller. Bildquelle: SRF.
-
Bild 7 von 12. Das Wasserhaus: Unter dem Holzboden versteckt sich der Pool – doch Duri Vital nutzte ihn zu wenig. Jetzt steht hier nicht nur ein grosses Sofa für das Heimkino…. Bildquelle: SRF.
-
Bild 8 von 12. … sondern auch eine Sauna und eine Dusche. Bildquelle: SRF.
-
Bild 9 von 12. Im oberen Stock befindet sich das besondere Badezimmer. Bildquelle: SRF.
-
Bild 10 von 12. Das Badezimmer und das Schlafzimmer riechen beide nach Arvenholz. Bildquelle: SRF.
-
Bild 11 von 12. Fotografien von Bündner Häusern, die Duri Vital umgebaut hat. Bildquelle: SRF.
-
Bild 12 von 12. Duri Vital ist 69 Jahre alt und noch voller Energie – er möchte seiner Leidenschaft, der Architektur, so lange wie möglich nachgehen. Bildquelle: SRF.
Die fünf aneinander gereihten Häuser, die heute wie eine Installation in der Landschaft stehen, gehen auf einen persönlichen Ursprung zurück. Duri Vital kommt aus Sent, das Elternhaus steht nur einige Meter entfernt. Zunächst wollte er die Häuser verstreut platzieren, entschied sich dann jedoch für eine zusammenhängende Anordnung: eines leicht abseits, vier in einer Reihe.
Mit der Platzierung kam auch das übergeordnete Konzept: Jedes Haus steht für eines der fünf chinesischen Elemente. So baute er beispielsweise im Wasserhaus einen Pool, eine Sauna und eine Dusche. Die Küche ist im Feuerhaus, in der «Cha da fö».
Das Haus mit dem «Dreiländerblick»
Duri Vital lebt allein in diesem Ensemble und nutzt jedes Haus anders. «Das ist mein Zuhause. Ich fühle mich sehr gut», sagt er. Durch die charakteristischen Zeltdächer entstehe ein besonders angenehmes Raumklima.
Küche, Wohnzimmer, Kino – alles verteilt sich auf mehrere kleine Gebäude statt auf ein einziges grosses Haus. Er geniesse das Alleinsein hier. Aus seinem Bett hat er einen «Dreiländerblick» auf Gipfel in Österreich, Italien und in der Schweiz. Das Schlafhäuschen bildet den stillen Höhepunkt. Arvenholz erfüllt den Raum mit seinem typischen Duft.
Ein Haus als Biografie
Mit 69 Jahren ist er noch immer voller Energie. «Ich will das so lange machen, wie es nur geht.» So wirken die fünf Häuser nicht nur wie ein architektonisches Experiment, sondern wie eine verdichtete Biografie: Handwerk, Herkunft, Naturverbundenheit und die ungebrochene Lust, weiterzuschaffen — Haus für Haus, Element für Element.