Thomas Stauffer – die Ruhe in Person

Thomas Stauffer steht vor seinem Einstand als Cheftrainer der Schweizer Alpin-Männer. Ein ruhiges Umfeld ist für ihn das Fundament einer erfolgreichen Arbeit. Der gelassene Berner Oberländer geht mit gutem Beispiel voran.

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Thomas Stauffer im Porträt

4:08 min, aus sportaktuell vom 15.10.2014

Akribie, Professionalität und Kompetenz. Das sind Werte, die Thomas Stauffer als Ski-alpin-Trainer auszeichnen. Daneben verfügt der Berner Oberländer über einen reichen Erfahrungsschatz.

Stauffer und Maria Höfl-Riesch unterhalten sich auf der Skipiste. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Alte Aufgabe Bis letzte Saison arbeitete Stauffer eng mit der dreifachen deutschen Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch zusammen. EQ Images

Vor gut 14 Jahren war er nach einem ersten Engagement bei Swiss Ski in unterschiedlichen Funktionen ausgezogen. Die USA, Schweden und Deutschland wurden zu seinen Stationen.

Spektrum an Ideen

Stauffer wirkte bei 3 Top-Nationen der Welt. Nach 4 Saisons wurde sein Vertrag beim nördlichen Nachbarn nicht mehr verlängert. Zeitgleich mit seiner erfolgreichsten Athletin, Maria Höfl-Riesch, nahm er nach Sotschi Abschied. 8 Medaillen bei Grossanlässen fielen in seine Ära bei den Deutschen.

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie den Saisonauftakt der Männer mit dem Riesenslalom in Sölden am 26. Oktober live auf SRF zwei oder hier auf srf.ch/sport. Der 1. Lauf wird ab 9:20 Uhr übertragen, der 2. Lauf folgt um 12:35 Uhr.

Darauf wechselte er zurück in die Heimat und dort ins Lager der Männer. Die Verantwortlichen verwiesen auf seinen ausserordentlichen Leistungsausweis. Klar könne er viel profitieren von seinen früheren Tätigkeiten. Doch seien die Strukturen von Ort zu Ort verschieden. «Deshalb lässt sich meine Arbeit nicht 1:1 adaptieren. Aber ich habe mir ein grosses Spektrum an Lösungen und Wegen angeeignet», führt der 45-Jährige aus.

Subtil im Vorgehen

In der Schweiz wollte er zunächst Ruhe einkehren lassen – was typisch ist für einen stillen, abgeklärten Schaffer. «Ruhe ist die Basis, um den Fokus ganz auf die Arbeit legen zu können», sagt Stauffer. Nach dem Abgang seines Vorgängers Walter Hlebayna nach nur einem Jahr hatte er Aufholbedarf geortet.

Stauffer erschien ebenso wichtig, dass er sich «zunächst ein Bild macht und nicht gleich alles auf den Kopf stellt». Wo Schwachpunkte auszumerzen sind, seien Veränderungen angebracht. «Allerdings müssen diese mitgetragen werden. Denn ich will nicht befehlen, sondern überzeugen», lautet sein Credo.

Kurz vor dem Saisonstart am 26. Oktober mit dem Riesenslalom in Sölden strahlt Stauffer Zuversicht und eine ihm eigene Ruhe aus. Kann er denn auch aus der Haut fahren? «Wenn etwa ein Fahrer 4-mal nacheinander ausfällt, brause ich auf», entgegnet Stauffer. Aber momentan gäbe es keinen Anlass dafür.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 15.10.14 22:20 Uhr