Zurzeit kreisen wieder vermehrt Greifvögel in der Luft. Sie sind unterwegs, um Nahrung für sich und ihren Nachwuchs zu finden. Greifvögel sind die perfekten Jäger der Lüfte. Grund genug, die «Könige der Lüfte» genauer unter die Lupe zu nehmen.
1. Präsenz auf dem ganzen Planeten
Greifvögel gibt es fast überall auf der Erde in allen möglichen Umgebungen, also sowohl in Stadtgebieten wie auch im Gebirge. Nur in der Antarktis und auf einigen Inseln kommen sie nicht vor.
In der Schweiz sieht man sehr häufig Mäusebussarde, Rotmilane und Steinadler. Aber auch andere Greifvögel wie Bartgeier oder Sperber leben hierzulande.
2. Die klare Sicht: Adleraugen
Wer mit Adleraugen sieht, erkennt vieles auf den ersten Blick. Diese Redewendung kommt von den Greifvögeln. Insbesondere Adler haben extrem gute Augen. Sie sehen ihre Beute, beispielsweise Mäuse, aus mehreren Kilometern Entfernung.
Auf ihrer Netzhaut findet eine viel bessere Bildauflösung statt als bei Menschen, darum sehen die Vögel alles schärfer.
3. Bevorzugtes Menü: Fleisch
Die meisten Greifvögel sind Fleischfresser. Je nach Art ernähren sie sich von ganz verschiedenen Tieren: Insekten, Amphibien, Reptilien, Fische, Vögel, Nagetiere und sogar von grösseren Säugetieren wie Rehe oder Gämsen.
Manche Vögel wie zum Beispiel der Bartgeier fressen auch Aas. Einige Greifvögel ernähren sich nebst dem Fleisch auch von Früchten.
4. Wichtigstes Werkzeug: die Krallen
Sie sind spitz und ziemlich gross: die Krallen eines Greifvogels. Die Form und Grösse der Krallen zeigt, welche Beute das Tier jagt. Denn die meisten Greifvögel jagen und töten ihre Beute mit den Krallen.
Ein Falke, der fliegende Vögel jagt, hat eher lange Beine und lange Krallen. Kurze Beine und kurze Krallen haben vor allem die Greifvögel, die ihre Beute zum Töten auf den Boden schlagen. Das macht zum Beispiel der Mäusebussard.
5. Typisches Merkmal: der Schnabel
Greifvögel haben einen krummen und spitzen Schnabel: den Hakenschnabel. Die Grösse und die Form sind je nach Vogel unterschiedlich. Adler haben zum Beispiel einen grossen, kräftigen Schnabel. Damit töten sie grosse Beutetiere. Greifvögel mit kleinerem Schnabel wie zum Beispiel der Falke jagen auch kleinere Tiere.
6. Jagd: Essenssuche im Sturzflug
Für die Jagd kreisen viele Greifvögel hoch oben in der Luft. In dem Moment, in dem sie ihre potenzielle Beute erblicken, stürzen sie auf sie herab und ergreifen das Tier mit ihren starken Krallen.
Alles, was die Greifvögel beim Fressen nicht verdauen können, spucken sie einfach wieder aus. Das ausgespuckte Knäuel aus Haaren, Federn und Krallen nennt man Gewölle.
7. Mit Rekordgeschwindigkeit unterwegs
Der Wanderfalke ist der schnellste Vogel der Welt. Er fällt im Sturzflug mit über 300 km/h auf seine Beute herab. Von ihm gibt es in der Schweiz etwa 250 bis 300 Paare (Stand: 2025).
8. Grössere Statur: die Damen
Anders als bei vielen anderen Tierarten ist bei Greifvögeln meistens das Weibchen grösser als das Männchen. Der Bartgeier gilt dabei als grösster Greifvogel im Alpenraum. Er erreicht eine Spannweite von über 2.6 Meter.