Neu im Kino «Lueged nöd ume, s Alien gaht ume...»

In «Alien: Covenant» wärmt Ridley Scott auf, was er in «Alien» (1979) schuf. Originell ist das nicht, und spannend auch nur stellenweise.

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Filmstart diese Woche: «Alien: Covenant»

Die Crew des Raumschiffs «Covenant» empfängt ein menschliches Funksignal, das von einem bewohnbaren Planeten kommt. Doch es stellt sich bald heraus, dass die Wesen, die dort leben, alles Fleisch fressen.

Von einer früheren Expedition des Raumschiffs «Prometheus» (Ridley Scotts gleichnamiger Film erschien 2012) hat einzig der menschenähnliche Roboter David überlebt. Er nimmt die Neuankömmlinge unter seine Fittiche. Aber es geht trotzdem alles schief.

    • 1.
      Das zentralste Zitat
      Der menschenähnliche Roboter David steht seinem Schöpfer gegenüber. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Dr. Weyland (Guy Pearce, links) hat den Roboter David (Michael Fassbender) geschaffen. 20th Century Fox

      «Du wirst sterben, ich nicht», sagt der Roboter David zu seinem Schöpfer Dr. Weyland. David hält sich für perfekt und lehnt sich dagegen auf, dass er den Menschen dienen muss. Und er will selbst schöpferisch werden. Mit fatalen Folgen.

    • 2.
      Der Schauspieler
      Ein menschenähnlicher Roboter und eine Frau im Raumschiff-Cockpit. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Michael Fassbender als Roboter des Raumschiffs «Covenant». 20th Century Fox

      Der irische Superstar Michael Fassbender trumpft gleich doppelt auf, weil er die beiden künstlichen Menschen Walter und David verkörpert und teils sogar mit sich selbst spielt. Die kühle Aura des 40-Jährigen ist ideal für diese Doppelrolle. Erste Oscarnominationen erhielt er als Sklavenhalter in «12 Years a Slave» (2014) und in der Titelrolle von «Steve Jobs» (2016). Ab 25. Mai kann man ihn auch als egoistischen Musikproduzenten in Terrence Malicks «Song to Song» sehen.

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      Fakten, die man wissen sollte
      Das neueste Alien-Monster fletscht die Zähne. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Das neueste Alien-Monster. Keystone

      Die Handlung von «Alien: Covenant» spielt nach «Prometheus» (2012) und vor «Alien» (1979). Bei allen drei Filmen hat Ridley Scott Regie geführt. Der Schweizer H.R. Giger wird als Schöpfer des Alien-Designs im neuen Film als erster im Abspann erwähnt.

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      Das Urteil
      Eine Frau steigt aus einer Landefähre. Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Die Crew der «Covenant» landet auf demselben Planeten, auf dem die Astronauten der «Prometheus» umkamen. 20th Century Fox

      Der doppelte Fassbender ist das Highlight eines eher langweiligen Films. Die Bilder sind zwar grossartig, doch die Action mit den tödlichen Aliens erschöpft sich rasch. Am interessantesten ist der Handlungsstrang um künstliche Intelligenz. Anhand der beiden unterschiedlich programmierten Roboter Walter und David werden philosophische Überlegungen durchgespielt. Aber die Komplexität eines «Ex Machina» (2014) erreicht «Alien: Covenant» nicht. Fazit: Muss man nicht sehen.

Kinostart: 18. Mai 2017