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Endlich kühle Plätzchen Cool bleiben? Hier ist es bei Hitze spitze

Es ist heiss. Nicht «Sommer, Sonne, Glacé»-heiss, sondern «Wo ist der nächste klimatisierte Raum?»–heiss. Für alle, die ihre Körpertemperatur wieder in den gesunden Bereich herunterbringen möchten: Hier sind fünf Orte, die wir Ihnen ans schnell schlagende Herz legen wollen. Prädikat: Geheimhaltetipp!

River Phoenix statt rein in den Rhein

Im Rhein baden? Schön und gut. Aber die effektivste Abkühlung in Basel findet man im Tram 10, der längsten und garantiert klimatisierten Tramlinie der Schweiz. Vom Bahnhof SBB via Leymen (F) nach Rodersdorf und zurück sind es knapp 90 kühle Minuten – genug für einen Film. Warum nicht «Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers»? Dauert genau 89 Minuten. Schon beim Tinguely-Brunnen sind die Hitzewallungen vergessen. Vorbei ziehen Baumärkte, Fussballplätze, ein junger River Phoenix mit Zigarette. Dann: Frankreich! Ein kurzer Blick über die Felder, im Film finden sie eine Leiche. Zurück nach Basel, der Abspann läuft – ich bleibe sitzen. (Christian Schaub)

Das Grossraumbüro ist das grösste

Es gibt von Max Goldt, dem Grossmeister des gepflegten Abschweifens, einen goldigen Text, in dem er den Versuch wagt, nackt zu schreiben. (Spoiler: Das geht in die Hose.) Ich trage gerade Wollpullover samt Seidenfoulard. In «meinem» angenehm kleinen Grossraumbüro am lauschigen Leutschenbach ist die Welt so wunderbar wohltemperiert, dass ich es seit Tagen gar nicht mehr verlassen habe. Draussen soll der Asphalt weich sein, hier drinnen ist dauerhaft Mitte Mai. Ich liebe die Hitze ohnehin heiss. Aber Arbeiten war selten cooler. (Stefan Gubser)

Supermarkt – der «cool place to be»

Im Normalfall fällt es mir schwer, im Supermarkt cool zu bleiben. Überall Angebote, Aktionen: Wer mehr kauft, hat mehr vom Leben – oder wie geht nochmal das Versprechen des Kapitalismus? In Hitzewellen ist alles anders: Ich bewahre einen kühlen Kopf, suche länger als nötig zwischen gekühlten Regalen nach Reispapier oder halte die Nase zu lange in die Tiefkühltruhe. Klingt nach weichgekochtem Hirn? Möglich. Hauptsache, ich schmelze nicht. Noch ein Wort zum Kapitalismus: Im Supermarkt gibt es nicht nur eine Klimaanlage, sondern auch Ventilatoren, Glacé und Crushed Ice. Ein Paradies, in dem höchstens die Kasse heissläuft. (Danja Nüesch)

Reif für die Insel (bei Basel)

Endlich Schatten am Horizont. Das Wissen darum zieht mich raus aus der Hitzewelle des innerstädtischen Betonmeers. Mit dem Velo entlang der Rheinpromenade, vorbei an denen, die in der Sonne schmoren, weiter zum Birsköpfli, wo viele um wenig Schatten ringen. Ich fahre flussaufwärts bis fast zur Grenze und docke an. Auf der Kraftwerkinsel beim Ruderclub Blauweiss ist die Wiese noch grün. Männer mittleren Alters kühlen ihre Bäuche auf Foils über (und oft im) Rhein. Lachen ohne erhitztes Testosteron. Schaulust im Schatten, niemand stört sich. Frieden. (Hannah Krug)

Wenn man sich nur fest genug zusammenrollt …

«Niemand kann sagen, er habe das schon erlebt», sagt Thomas Bucheli auf dem «Meteo»-Dach. Schon gar nicht im Homeoffice. Wenn Kühlmatten für Katzen im Feed auftauchen (obwohl man keine Katze hat), ist klar: Es ist heiss. 2.33 Franken bei Temu klingen verlockend. Aber drei Wochen Lieferzeit und 30x40 cm? Decisions, Decisions, und das bei dieser Hitze ... Ich versuche, mich auf dem Boden auf A3 zusammenzurollen. Vergeblich. Der Ohnmachtsanfall beim Aufstehen hilft auch nicht. Dafür unser Artikel über Abkühlen ohne Klimaanlage? «Kühlende Sounds» und «Rosmarinduft»?! Dann doch lieber Temu. Muss ja niemand wissen. (Manuel Imhasly)

SRF 1, 10 vor 10, 23.6.2026, 21:50 Uhr ; 

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