Das Niederschlagsradar und die 48-Stunden-Prognose

Radarbild

Das Radarbild zeigt die Niederschläge über der Schweiz. Die Farben geben die Intensität der Niederschläge wieder und unterscheiden zwischen Regen, Hagel und Schnee. Radarstationen senden Radarwellen in alle Himmelsrichtungen aus. Treffen die Wellen auf Niederschlag, werden sie teilweise reflektiert. Durch die Intensität des «Radarechos» kann auf die Stärke und Art der Niederschläge geschlossen werden. Der Ort der Niederschläge wird durch die Zeitdifferenz zwischen Senden und Empfangen des Signals berechnet.

Schwierigkeiten:

  • Das Signal bei Schneefall ist deutlich schwächer. Dadurch ist die Abschätzung der Schneefallintensität erschwert. Oft wird die Schneefallintensität unterschätzt.
  • Niederschlag aus tiefen Wolken (Hochnebel) wie Nieselregen oder Schneegriesel befindet sich oft unterhalb des Radarstrahls und wird deshalb nicht erfasst.
  • Schwacher Niederschlag bei Warmfronten ist zwar auf dem Radarbild sichtbar, verdunstet aber oftmals in den tieferen Luftschichten und erreicht den Boden nicht.

Fünf Radarstationen

Das Niederschlagsbild setzt sich aus den Messungen von fünf Radarstationen zusammen: Albis ZH, La Dôle VD, Monte Lema TI, Plaine Morte VS und Weissfluhjoch GR.

+1 Stunde

Die Radarprognose für eine Stunde wird mit Hilfe des aktuellen Radarbildes und Winddaten aus einem Wettermodell in die Zukunft berechnet. Diese Prognose ist vor allem bei Gewittern mit Vorsicht zu geniessen.

48-Stunden-Prognose

Die Niederschlagsprognose für die nächsten 48 Stunden wird von einem nummerischen Wettermodell berechnet. Der Gitterabstand des Modells beträgt 1 Kilometer. Gezeigt wird der zu erwartende Niederschlag in Millimeter pro Stunde. Die 48-Stunden-Prognose kann von der Prognose im Lokalwetter und im Wettertext abweichen. Es handelt sich hier sozusagen um eine Zweit- oder Drittmeinung.

Datenquellen: