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Aktion der Krebsliga Gratis-Sonnencreme für Hautkrebs-Hotspot Schweiz

Die Schweiz ist weltweit mit am stärksten betroffen von Hautkrebs. Jetzt stehen Sonnencreme-Spender im ganzen Land.

Die aktuelle Hitzewelle treibt die Menschen in Schwimmbäder, an Seen und Flüsse. Doch die Sonne birgt ihre Gefahren: Die Zahl der Hautkrebserkrankungen hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt.

Rettungsring und Sonnenschutzspender am Flussufer mit einem Schiff im Hintergrund.
Legende: Ein Sonnencreme-Dispenser steht am Rheinufer in Basel. Keystone/Georgios Kefalas

Jedes Jahr erkranken laut Krebsliga rund 25'000 Menschen in der Schweiz an hellem und rund 3500 am gefährlicheren schwarzen Hautkrebs. Die Schweiz ist damit eines der am stärksten betroffenen Länder der Welt, nach Australien und Neuseeland.

Deshalb hat die Krebsliga in der ganzen Schweiz Dutzende Spender mit kostenloser Sonnencreme des Schutzfaktors 50 installiert. Rund siebzig Abgabestellen stehen von Mai bis September an Stränden und Schwimmbädern im ganzen Land, ebenso in den Bergen und bei Veranstaltungen.

Zum Beispiel in Winterthur, wo ein Spender in der Altstadt steht und einer im Freibad Geiselweid, das unter anderem den grössten Naturpool der Schweiz beherbergt. Es gehe bei der Aktion auch darum, die Bevölkerung zu sensibilisieren, schreibt die Stadt.

Entstanden ist die Initiative der Krebsliga Schweiz in Partnerschaft mit dem deutschen Kosmetikhersteller Beiersdorf und dessen Marken Nivea und Eucerin.

Auch am Strand von Auvernier am Neuenburgersee steht ein Spender und stösst auf Anklang: «Sonnencreme ist wirklich teuer, deshalb finde ich das super gut», sagt eine Badende gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS). «Es ist sehr angenehm für den Fall, dass man sie vergisst oder direkt nach der Arbeit an den Strand kommt», pflichtet eine andere bei.

Das sagen Badegäste und eine Gemeinderätin:

Die Aktion kostet weder die Gemeinden noch die Krebsliga etwas. Installation, Befüllung und Unterhalt übernimmt der deutsche Konzern.

Das machte es für Gemeinden wie Milvignes, zu der Auvernier gehört, einfach, sich auf die Aktion einzulassen, wie Gemeinderätin Solange Platz Erard zugibt. «Die Gemeinden können nicht alles übernehmen», sagte sie gegenüber RTS. «Es geht ja immer um Steuergelder. Darum sahen wir das als Chance und griffen zu.»

Der Krebsliga geht es vor allem darum, daran zu erinnern, wie wichtig Sonnenschutz ist. So, wie es auch auf jedem der Gratis-Spender prominent aufgedruckt ist: im Schatten bleiben, besonders während der heissen Stunden zwischen 11 und 15 Uhr; bedeckende Kleidung, Sonnenbrille und Hut tragen. Und ausserdem: alle zwei Stunden reichlich Sonnencreme auftragen, auch wenn die Sonne verhangen ist.

Ähnliche Initiativen gibt es bereits in mehreren Ländern, etwa in Frankreich, den Niederlanden oder auch den USA. Oft sind sie finanziert durch öffentlich-private Partnerschaften. Für die Hersteller sind es gute Marketinginstrumente, die das Image polieren und den Verkauf ihrer Produkte ankurbeln.

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10vor10, 23.6.2026, 21:50 Uhr; noes;weds

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