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Engadin Wie sich das Val Müstair gegen die Entvölkerung wehren will

Gegen Geburtenrückgang und Abwanderung: Ein neues Konzept soll die Region Unterengadin Val Müstair nun retten.

Ziel des neuen Konzepts ist, die bestehenden Angebote besser zu koordinieren und so die Attraktivität der Region für Familien zu erhöhen. Zielgruppe sind junge Menschen bis 25 Jahre – rund 1800 Personen oder ein Fünftel der Bevölkerung.

Der Bericht von RTR mit deutschen Untertiteln:

Viele der geplanten Massnahmen bauen auf bereits bestehenden auf, etwa eine Jugendkommission, Jugendtreffpunkte oder Betreuungsangebote. Zugleich sollen Verbesserungen im System geprüft werden, zum Beispiel neue Treffpunkte, jugendfreundliche Angebote im ÖV oder eine optimale Nutzung öffentlicher Räume.

Idee der Jugend selbst

Auch eine aktive Kinder- und Jugendpolitik soll zur Attraktivität der Region für junge Generationen und Familien beitragen. Dazu soll ein regionales Jugendparlament gegründet werden, das im Herbst 2026 erstmals tagen soll.

Person drückt Knopf auf Tisch mit unsichtbarem Fragenzeichen.
Legende: Ein Jugendparlament soll bald in Val Müstair tagen – die Idee stammt von der Jugend selbst. Keystone/PETER KLAUNZER

Diese Idee stammt von der Jugend selbst – und soll die Beteiligung und die Diskussionen, die politische Bildung und den Austausch über Gemeindegrenzen hinweg fördern, wie die Gemeindepräsidentin von Val Müstair, Gabriella Binkert Becchetti, gegenüber dem Radio und Fernsehen der rätoromanischen Schweiz (RTR) sagt: «Unsere Aufgabe ist es, der Jugend zuzuhören. Wir gestalten Politik auch für die nächste Generation und müssen deshalb einen offenen Diskurs führen.»

Das Konzept sieht ausserdem feste Zuständigkeiten vor. Jede Gemeinde soll eine Koordinationsperson benennen, die dann auch Teil des Leitungsausschusses ist und für das Konzept zur Kinder- und Jugendpolitik zuständig ist. Die Finanzierung ist aber weiterhin Aufgabe der einzelnen Gemeinden.

RTR magazin, 14.04.2026, 12:00 Uhr; noes

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