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Haus von Adolf Häberli Adolf Häberli will sein Haus in St. Moritz umnutzen lassen

Adolf Häberli polarisierte, kämpfte für Gerechtigkeit, galt als pedantisch – und war dennoch für viele ein treuer Freund. Im November ist das Dorforiginal aus St. Moritz im Alter von 91 Jahren gestorben. Nun soll sein Haus in einen bezahlbaren Wohnraum für Einheimische umgewandelt werden.

In seinem Testament hält Adolf Häberli fest: Seine Villa in St. Moritz soll umgebaut werden. Kurz vor seinem Tod gründete er dafür die Stiftung «Haus zur Flora». Im Stiftungsrat sitzen drei Menschen, die ihm besonders nahestanden: sein Anwalt Christian Rohner, sein Hausarzt Peter Hasler sowie Pfarrerin Marie Ursula Kind.

Die Stiftung prüft derzeit verschiedene Varianten – von einer Totalrenovation bis zu einem Neubau. Wie viele Wohnungen entstehen sollen und wann die Arbeiten abgeschlossen sein könnten, ist noch offen. Der Stiftungsrat trifft sich diese Woche erneut, um erste Details zu klären.

Gedenkfeier für Adolf Häberli

Anlässlich der Gedenkfeier im Hotel «Reine Victoria» füllten zahlreiche Angehörige, Freunde und Bekannte den Saal. Musik und Redebeiträge erinnerten an das bewegte und eigenwillige Leben Häberlis.

Das Original von St. Moritz

Der Gemeindepräsident von St. Moritz, Christian Jott Jenny, beschreibt Häberli als hartnäckig und unbeirrt. «Wie auch immer: Adolf Häberli hatte immer das letzte Wort.» Sein pedantisches Wesen habe die Gemeindeverwaltung, bei der er stets anwesend war, gelegentlich herausgefordert. «Aber ich hatte stets einen guten Kontakt zu ihm und habe ihn respektiert», so Jenny.

Ein anderer Freund beschrieb ihn einst mit einer Liste von Charakterisierungen, die seiner Vielfalt kaum gerecht wird: «Schlitzohr, Exzentriker, Idealist, Philosoph, Botaniker, Sänger, Humorist – in jeder Hinsicht einzigartig.»

Ein Leben zwischen Weltstadt und Abgeschiedenheit

Als junger Bankier arbeitete Häberli in Paris und Genf, bevor er nach St. Moritz zurückkehrte. Dort lebte er sehr zurückgezogen – in seiner Villa «Heb di Fescht». Das Haus war so eigenwillig wie sein Bewohner: keine moderne Technik, Temperaturen kaum über 15 Grad, eine alte Schreibmaschine statt Computer und Stapel von Zeitungen und Dokumenten in jedem Raum verstreut.

Viele in St. Moritz erinnern sich bis heute an ihn als «das Original von St. Moritz». Am 15. November 2025 ist er im Alter von 91 Jahren verstorben.

RTR Telesguard, 19.1.2026, 17:40 Uhr;brus

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