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Interaktive Karte Wo die Superreichen der Schweiz wohnen

In der Schweiz gibt es fast 6500 Personen, die mehr als eine Million Franken pro Jahr verdienen. Wo genau leben all diese Superreichen? Am höchsten ist die Dichte zwischen Zürich und Zug, wie unsere interaktive Karte zeigt.

Die Mehrheit der Menschen in der Schweiz lebt mit einem Jahreseinkommen von weniger als 75'000 Franken. Es gibt aber 6427 Steuerpflichtige, die über eine Million Franken pro Jahr verdienen. Das geht aus Zahlen der Eidgenössischen Steuerverwaltung fürs Steuerjahr 2022 hervor. Es sind die aktuellsten, die verfügbar sind.

Welche Daten dieser Analyse zugrunde liegen

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Die berücksichtigten Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) umfassen sowohl die «normalen» Besteuerungsfälle (jene, bei denen das Einkommen, das den Steuersatz bestimmt, identisch mit dem steuerbaren Einkommen ist) als auch die «speziellen» Fälle (jene, bei denen das Einkommen, das den Steuersatz bestimmt, vom steuerbaren Einkommen abweicht, zum Beispiel bei einer nicht vollständigen Steuerperiode oder bei im Ausland besteuerten Einkünften).

Folglich sind auch die nicht ansässigen Personen eingeschlossen, die der direkten Bundessteuer unterliegen (zum Beispiel weil sie eine Zweitwohnung in der Schweiz haben). Nicht berücksichtigt sind hingegen in der Schweiz wohnhafte Personen, die an der Quelle oder pauschal besteuert werden.

Zudem werden Steuerpflichtige, deren Zivilstand sich während des Jahres aufgrund des Todes eines der Ehegatten ändert, in der Datenbank der ESTV mehrfach gezählt: einmal bis zum Todesdatum als verheiratetes Paar und einmal für die Zeit danach als hinterbliebene Person.

Ausserdem gilt es zu beachten, dass nicht alle Details zu den einzelnen Gemeinden von der ESTV öffentlich gemacht werden. Einige werden ausgelassen, da sie den Datenschutz oder das Steuergeheimnis gefährden könnten.

Von den insgesamt 5.4 Millionen Steuerpflichtigen im Datensatz (Einzelpersonen und Familien) sind 0.12 Prozent Superreiche. Betrachtet man auf der Karte, in welchen Schweizer Gemeinden sie leben, fällt auf, dass sie auf wenige und klar abgegrenzte Orte konzentriert sind. Knapp 200 Gemeinden von insgesamt über 2000 haben superreiche Personen oder Familien unter sich.

In absoluten Zahlen stechen die grossen urbanen Zentren hervor. In Zürich leben 498 Superreiche, in Zug 432 und in Genf 275. Dann folgen kleinere Gemeinden wie Freienbach und Wollerau (beide SZ) oder Küsnacht (ZH), die mehr Superreiche haben als die Stadt Basel mit 172. In Lugano gibt es 100 Steuerpflichtige mit sehr hohem Einkommen.

Häuser mit Blick auf den See in Kilchberg im Kanton Zürich
Legende: Leben mit Blick auf den See, wie hier in Kilchberg ZH: Diesen Traum erfüllen sich die meisten Superreichen. KEYSTONE/Gaetan Bally

Auffallend ist, dass die Gebiete, in denen sich die Superreichen ballen, alle an den Ufern eines Sees befinden.

An erster Stelle steht das Gebiet, das die Kantone Luzern, Schwyz, Zug und Zürich umfasst. Hier gibt es einige Gemeinden mit einer sehr hohen Konzentration an Superreichen. Den absoluten Rekord hält Wollerau (SZ), wo pro 100 Steuerpflichtigen mehr als 4 ein Jahreseinkommen von über einer Million Franken haben.

Auf die Gemeinde, in der einst Roger Federer wohnte, folgen die benachbarte Ortschaft Feusisberg und viele andere im Umkreis von etwa zwanzig Kilometern Luftlinie um Zug. Wer viel verdient, zieht dorthin – wegen der geografischen Lage, der wirtschaftlichen Aktivitäten, der Steuersituation, der Diskretion, des Prestiges und des Lebensstandards.

Rest der Schweiz fällt kaum auf

Ein anderer Hotspot der Superreichen ist Genf und Umgebung. Auch hier gibt es in mehreren Gemeinden viele Personen mit sehr hohen Einkommen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung. Hervorzuheben sind Cologny, Mies, Vandoeuvres, Collonge-Bellerive, Coppet, Anières, Founex, Corsier, Genthod, Commugny und Pregny-Chambésy.

Die übrigen Regionen, insbesondere Basel und Lugano, folgen mit Abstand und fallen auf der Karte kaum auf. Um Basel herum haben mehrere Ortschaften ihre Superreichen. Diese machen aber weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

Wo hohe Einkommen besonders selten sind

Die Daten der Steuerverwaltung des Bundes zeigen auch, dass es in den meisten lateinischen Kantonen – speziell in der italienischen und rätoromanischen Schweiz – weniger Haushalte mit hohen Einkommen gibt.

In den Tälern südlich der Alpen, aber auch im Jura, gibt es nur wenige Gemeinden mit Steuerpflichtigen, die mehr als 200'000 Franken pro Jahr verdienen. In einigen Orten hat der bestverdienende Steuerpflichtige ein Nettoeinkommen unter 75'000 Franken. Im Mittelland kommt das praktisch nirgends vor.

Diese starken regionalen Unterschiede werden noch deutlicher, wenn man die Gemeinden auf den Anteil an Steuerpflichtigen untersucht, die über 100'000 Franken pro Jahr verdienen. Um Zürich, Zug, Genf, Lausanne und Basel herum gibt es kaum eine Ortschaft, in der der Anteil unter 20 Prozent liegt. Im Alpenbogen und im Süden sind solche Gemeinden hingegen die Ausnahme.

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Das berücksichtigte Einkommen

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Das in der Datenbank der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) erfasste Nettoeinkommen entspricht einem statistischen Wert, der aus dem steuerbaren Einkommen ermittelt wird. Diesem hinzugefügt werden die Steuerabzüge für Kinder oder unterstützungsbedürftige Personen, für Versicherungsprämien und Zinsen auf Sparkapital sowie für die Doppelerwerbstätigkeit der Ehegatten.

Nicht enthalten im Nettoeinkommen sind also alle Einkommensquellen, die nicht der Bundesbesteuerung unterliegen, unter anderem die nicht besteuerten Kapitalgewinne aus beweglichem Vermögen oder die öffentlichen oder privaten Unterstützungsleistungen.

Das Nettoeinkommen wird zudem beeinflusst von den gewährten Steuerabzügen. Es kann beispielsweise bei der Renovation einer Liegenschaft oder beim Einkauf in eine Pensionskasse stark reduziert werden.

SRF 4 News, 22.2.2026, 11 Uhr;weds

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