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Invasiver Schädling Im Tessin boomt der Verkauf von Fallen für Japankäfer

Eine im Tessin entwickelte und produzierte Falle für Japankäfer erfreut sich grosser Beliebtheit. Die Verkäufe haben sich verzehnfacht.

In der Deutschschweiz breitet sich der gefürchtete Japankäfer von einer Gemeinde zur nächsten aus, seit er 2023 in Kloten ZH zum ersten Mal gesichtet wurde. Im Tessin lebt die Bevölkerung schon seit mehreren Jahren mit der invasiven Art, die grosse Schäden in der Landwirtschaft verursachen kann.

Jetzt beschreitet der Kanton bei der Bekämpfung des Käfers einen neuen Weg: Die Behörden empfehlen den Bürgerinnen und Bürgern, Fallen zu kaufen und diese in ihren Gärten anzubringen.

Ein invasiver Schädling

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Der Japankäfer steht auf der Liste der gefährlichsten Schädlinge. Er kann grosse Schäden in der Landwirtschaft und an der Natur verursachen, weil er in der Schweiz keine natürlichen Feinde hat. Das Insekt ist etwa so gross wie eine Fünf-Rappen-Münze und erkennbar an den weissen Haarbüscheln im hinteren Bereich seines Leibs.

Japankäfer fressen Blüten, Blätter und Früchte von über 400 Pflanzenarten, darunter Reben, Obst und Mais. Die Larven leben im Boden und schädigen die Wurzeln von Gräsern. Das lässt Wiesen und Rasenflächen absterben und braun werden.

Die Wirkung dieses Aufrufs ist gross. Raffaele Caminada, Inhaber des Gartenzentrums Caminada SA, sagte dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI) über die Verkäufe der Käferfallen: «Aus kommerzieller Sicht sind sie dieses Jahr sehr, sehr gut gelaufen. Wir haben zehnmal mehr verkauft als im letzten Jahr.»

Für die Natur sei das ein schlechtes Zeichen. Denn es sei die Folge der grossen Präsenz des Käfers im Kantonsgebiet.

Material, das für Spielzeug entwickelt wurde

Um das von der japanischen Insel Hokkaido stammende Insekt zu bekämpfen, benutzt der Kanton eine besondere Art von Falle: Sie besteht aus einer transparenten Flasche mit einem grünen Trichterverschluss. Sie ist günstiger als vergleichbare kommerzielle Modelle.

Glasbehälter mit Trichter an einem Pfosten in einem grünen Feld.
Legende: Eigenproduktion aus dem Tessin: Falle für den Japankäfer, hergestellt aus einem Material, das für Spielzeuge entwickelt wurde. RSI

Der grüne Trichter ist im Tessin konzipiert und entwickelt worden und wird auch dort produziert. Andrea Castrovinci, Leiter des Labors für Polymerwerkstoffe der Fachhochschule der italienischen Schweiz (Supsi), erläutert den Ursprung der Fallen: «Sie entstanden aus einem Bedürfnis, das der Kanton Tessin an die Supsi herangetragen hat. Er bat um Unterstützung, um in der Schweiz hergestellte und produzierte Fallen zu vernünftigen Preisen zu realisieren.»

Cristina Marazzi von den Tessiner Behörden zur Wirkung der Fallen

Das verwendete Material heisst Xi und besteht aus wiederverwertetem Kunststoff und Holzpulver. Ursprünglich war es von der Supsi im Auftrag der Firma Geomag zur Herstellung von Spielzeug entwickelt worden. Dank seiner Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit hat es eine neue Anwendung im Kampf gegen den Käfer gefunden.

RSI, Seidisera, 16.7.2026, 18:00 Uhr; noes

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