Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Nach Brandschutzkontrollen Kanton Wallis ergreift Massnahmen gegen fehlbare Gastrobetriebe

Der Kanton Wallis hat die Überwachung seiner Cafés und Restaurants verschärft. Im Gebiet von Anzère müssen zwei Bergrestaurants ihre Aufnahmekapazität drastisch reduzieren. Und in Verbier sind bei Kontrollen Unregelmässigkeiten zum Vorschein gekommen. Eine Bar musste geräumt werden.

Nach einer Brandschutzkontrolle hat die Gemeinde Ayent am Freitag zwei Restaurants im Skigebiet von Anzère aufgefordert, ihre Aufnahmekapazität drastisch zu reduzieren, also die maximale Zahl von Gästen im Innern.

Der Eigentümer dieser Betriebe wollte zu dieser Anordnung gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) keine Stellung nehmen.

Wie Walliser Gemeindevertreter ihre Massnahmen begründen:

Die Gemeinde Ayent gab gegenüber RTS an, sie habe zu Beginn dieses Jahres fast alle ihre rund zwanzig öffentlichen Betriebe kontrolliert. Sie habe «keine Schliessung von Betrieben» angeordnet. Für «gewisse Geschäftsräume» habe sie jedoch Nutzungseinschränkungen verfügt.

Gemeindevertreter trafen sich am Montag mit den Eigentümern der betroffenen Betriebe. Nach Angaben der Gemeinde zeigten sich diese gewillt, die Sicherheitsvorgaben rasch zu erfüllen.

Bar in Verbier geräumt

In Verbier entsprachen zwei Gastrobetriebe nicht den Normen, im einen Fall wegen eines blockierten Notausgangs, im anderen wegen Überschreitung der Kapazität. Eine der Bars musste gemäss Informationen von RTS geräumt werden.

«Im Allgemeinen sagen wir, dass (der Betrieb) für den Abend geräumt werden muss, bis die Normen respektiert werden. Das bedeutet, dass wir am nächsten Tag nicht zurückkommen und die gleiche Problematik vorfinden wollen», sagte der Gemeindepräsident von Val de Bagnes, Fabien Sauthier, gegenüber RTS. Seiner Meinung nach müsste der Kanton über Schliessungen entscheiden, wenn sich die Betriebe nicht an die Regeln halten.

Nach Angaben des Verbands Gastrovalais müssen alle Walliser Unternehmen auf Geheiss des Kantons einen Fragebogen ausfüllen. «Wir sind noch sehr im Emotionalen», findet André Roduit, der Präsident von Gastrovalais. Man müsse jetzt «pragmatisch» handeln, nach «einer einheitlichen Doktrin». Sein Verband sei mit den Dienststellen des Kantons im Gespräch. Man werde «Lösungen vorschlagen, falls nötig».

Diskutieren Sie mit:

RTS, 19h30, 9.2.2026, 19:30 Uhr;liea

Meistgelesene Artikel