Am Freitag soll in Genf eine Absichtserklärung unterzeichnet werden, die den Weg ebnen soll für eine Waffenruhe und für weitere Verhandlungen.
Das Abkommen wurde von Pakistan vermittelt. Doch auch die Schweiz habe im Rahmen ihrer Rolle als Vermittlerin zum Prozess beigetragen. Das betont Ignazio Cassis, der Chef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). «Die Schweiz setzt sich stets dafür ein, Frieden dorthin zu bringen, wo Krieg herrscht», betont Cassis.
Es gehe darum, «eine helfende Hand zu reichen, die Blockade zu lösen und einen ersten Schritt in Richtung einer vertieften Lösung zu ermöglichen». Bern habe, so Cassis weiter, «diesen Staaten geholfen, sich auf diesem Terrain zu bewegen».
Cassis zum Rahmenabkommen in Genf (mit dt. Untertiteln):
Genf ist somit nicht nur Schauplatz der Unterzeichnung, sondern auch Handlungsort eines diplomatischen Prozesses, an dem die Schweiz nach eigenen Angaben mitgewirkt hat. In den vergangenen Jahren war ihre Rolle im Iran-Dossier unter anderem wegen der vorübergehenden Schliessung der Botschaft in Teheran weniger sichtbar.
Cassis: «Wir sind praktisch immer präsent»
Cassis wehrt sich gegen die Vorstellung, die Schweiz kehre erst jetzt auf diese diplomatische Bühne zurück. «Wir sind praktisch immer präsent», sagt er. Die Schweiz verfüge über eine diplomatische Kompetenz, die manchen mächtigeren Staaten mit weniger ausgeprägter diplomatischer Tradition fehle. In diesem Sinne könne die Eidgenossenschaft «gewissermassen als Öl im Getriebe» wirken.
Die Übereinkunft soll nach den Vorstellungen der Beteiligten den Weg für eine nächste Phase ebnen: zunächst eine Waffenruhe, danach vertiefte Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. «Nun wird dieser erste Schritt möglich, und das ist erfreulich», betont Cassis. «Es wird einen Waffenstillstand geben, und wir hoffen, dass die Waffen tatsächlich schweigen. Darauf soll dann der zweite, vertiefte Schritt aufbauen.»
Ob die Schweiz an der Zeremonie am Freitag offiziell vertreten sein wird, bleibt ungewiss. Auch über den Inhalt der Vereinbarung wird weiterhin Stillschweigen bewahrt.
In einem Punkt lässt Cassis jedoch keinen Zweifel: «Das absolut Wichtigste ist, dass die Waffen schweigen.»