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Stimmen aus der Community Ärger überwiegt: Das bleibt für die «dialog»-Community von der WM

Sportliche Höhepunkte allein prägen keine Fussball-WM. Unsere «dialog»-Community blickt mit gemischten Gefühlen zurück, wobei der Ärger überwiegt.

Der Schlusspfiff beendet ein Fussball-Turnier, nicht aber die Diskussionen darüber.

Auch die Weltmeisterschaft der Männer beschäftigt die «dialog»-Community über das Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag hinaus. Eine nicht repräsentative Umfrage zeigt nun: Rückblickend überwiegt bei den Userinnen und Usern der Ärger, wenn sie an die WM denken. Rund zwei Drittel nennen ihn als prägendes Gefühl, während nur 33 Prozent den Grossanlass in erster Linie mit Freude verbinden.

Wenn ein Wettbewerb mehr Kontroversen als Bewunderung hervorruft, dann hat er einen Teil seiner Seele verloren.
Autor: «Sentinelle Civique» «dialog»-User

«Die Spieler haben ein bewundernswertes Schauspiel geboten, doch ihr Talent kann nicht über die Verfehlungen derjenigen hinwegtäuschen, die ihre Disziplin verwalten», schreibt der User mit dem Pseudonym «Sentinelle Civique». «Wenn ein Wettbewerb mehr Kontroversen als Bewunderung hervorruft, dann hat er einen Teil seiner Seele verloren. Der Fussball wird diese Irrwege zwar überleben, seine Glaubwürdigkeit jedoch erfordert eine tiefgreifende Reform.»

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Hauptverantwortlich für den Ärger seien Fifa-Präsident Gianni Infantino sowie US-Präsident Donald Trump. «Zu viel Politik in einem internationalen Sportereignis, und sicherlich sollte Infantino zurücktreten!», findet «Torsten Vennemann». «Beim Fifa-Friedenspreis angefangen, über den Rückzug der Roten Karte bis zum Schluss wurde nur dem Kaiser Trump zugespielt … Wirklich schade für den Sport und auch die Weltpolitik.»

Zwei Männer in Anzügen stehen auf einer Bühne, umgeben von fallendem Konfetti.
Legende: Teilen sich den Titel als grösstes WM-Ärgernis der «dialog»-Community: Donald Trump und Gianni Infantino. KEYSTONE/EPA/WILL OLIVER

Das sieht auch «Tribun démocratique» so und ergänzt: «Von der WM bleiben die Schande der politischen Einmischung (Trump) hinter den Kulissen dieses Spiels und auch die Tonnen von Umweltverschmutzung, die insbesondere durch die Hin- und Rückflüge von Infantino verursacht wurden.»

Für Ärger auf dem Spielfeld sorgten – wie so oft – vor allem die Schiedsrichter mit ihren «unterdurchschnittlichen Leistungen», wie «Neugierig Widersprecherin» schreibt. Auch für «Jacqueline Dörig» seien «unnötige Härte und manches Fragezeichen in Bezug auf Schiedsrichter-Entscheide» WM-Wermutstropfen gewesen.

In beiden Lagern jedoch werden die meisten Mannschaften für ihre Auftritte gelobt: «Die Spieler haben mit Leidenschaft gespielt, meistens fair, die Zuschauer meistens fair gejubelt. So soll es bleiben, ein Sport, der Sport bleibt», schreibt «Inspirierter Hauptredner» trotz vorherrschendem Ärger über «zu viel Show, Business und Politik in einem Sport für alle».

Viele Emotionen, Freude, Jubel, das sind die schönen Seiten des Fussballs. Da bleiben für mich die Störgeräusche zum Glück nur Nebengeräusche.
Autor: «ein Teilnehmer» «dialog»-User

Besonders häufig wird auf beiden Seiten explizit die Schweizer Nati positiv hervorgehoben. Dank ihr werden für «Vernünftig Bürgerlicher» trotz allem die positiven Erinnerungen überwiegen: «So viele, tolle Spiele. So manche schöne Stunde mit SRF Sport. Die Schweizer Fussball-Nati, die Zehntausende Fans mitten in der Nacht zusammenbrachte», schreibt er. «Die wenigen negativen Ereignisse (Trump, Infantino, Schwalben, die argentinische Mannschaft) können den sehr positiven Eindruck nicht schmälern.»

Ähnlich sieht es «ein Teilnehmer»: «Das beste Abschneiden unserer tollen Nati seit sehr langer Zeit, ich weiss genau, wie lange das her ist: 1954, das ist mein Jahrgang», schreibt er. «Viele Emotionen, Freude, Jubel, das sind die schönen Seiten des Fussballs. Da bleiben für mich die Störgeräusche zum Glück nur Nebengeräusche.»

SRF zwei, Sportlive, 19.7.2026, 21 Uhr;liea

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